03.08.2010
Rettet den Regenwald freut sich, dass der Vorstandsvorsitzende der Voith AG die Bedenken der vielen Tausend Teilnehmenden der Protestaktion zu Belo Monte wahrgenommen und reagiert hat. In einer E-Mail erklärt er, dass sein Unternehmen davon ausgehe, dass die Betreiber mit den „verbundenen ökologischen und sozialen Themen verantwortungsbewusst umgehen werden“. Auch merkt er an, dass das Projekt in Brasilien viel positiver eingeschätzt wird als in Europa. Als Beleg führt er die zahlreichen Gespräche mit Mitarbeitenden in Brasilien an.
Diese Argumentation ist nicht überzeugend. Die Voith AG kann sich ihrer eigenen Verantwortung für die Folgen ihres Handelns nicht entziehen, indem man sich hinter der Betreibergesellschaft versteckt. Die Voith AG ist verpflichtet für sich zu entscheiden, ob man das Belo Monte Projekt für richtig oder falsch hält. Bisher hält das Unternehmen den Staudamm und seine Folgen zumindest für so gut, dass es gern daran mitwirken möchte. Damit trägt Voith Verantwortung für alle Folgen dieses Projekts.
Es ist schade, dass Herr Dr. Lienhard seine Meinung auf die Aussage der Leute stützt, die von ihm abhängig sind und die monatlich Geld von ihm bekommen. Wenn er mit den Betroffenen sprechen würde, die ihr Land und ihre Lebensgrundlage verlieren, käme er sicherlich zu einer anderen Einschätzung.
Dr. Lienhard verweist auch auf den Dialog mit Nichtregierungsorganisationen und auf Nachhaltigkeitsprotokolle. Doch was nutzen schöne Worte, wenn das Handeln offensichtlich ein anders ist.
Protestaktion: Wir fordern: Keine europäische Beteiligung an Mega-Staudamm im Amazons
Die Antwortmail im Wortlaut:
Datum: Tue, 3 Aug 2010 15:50:26 +0200
Von: "Dr. Hubert Lienhard"