E10 und sogenannten Biodiesel sofort stoppen!

Illustriertes Auto frisst Regenwald auf E10 und Biodiesel fressen sich durch den Regenwald.

Der neue E10-Kraftstoff und Biodiesel zählen zu den größten Gefahren für den Regenwald. Weil wir in Europa Ethanol und Biodiesel in den Kraftstoff mischen, wird das Klima geschädigt, werden Regenwälder vernichtet und hungern Menschen. Die Politik muss endlich handeln: Fordern Sie die vollständige Aufhebung der Beimischungspflicht von Ethanol und Biodiesel.

Es ist eine Verordnung der EU: Seit Beginn 2011 soll an deutschen Tankstellen Kraftstoff mit zehn Prozent Ethanol verkauft werden. Die Politiker in Europa und Amerika wollen uns weismachen, dass sogenannte Bio-Kraftstoffe das Klima schonen. Doch längst haben Berichte über die ausbeuterischen und umweltzerstörerischen Produktionsverfahren das schöne Bio-Image des Agrosprits zerstört. Selbst das Bundesumweltamt äußerte sich kritisch. Das Institute for European Environment Policy (IEEP) bezeichnet Agrosprit sogar als Klimakiller. Womöglich ist es doppelt so schädlich wie herkömmlicher Kraftstoff. Die "nachwachsenden Rohstoffe", die E10 und Biodiesel ein ökologisches Image verleihen sollen, werden auf riesigen Plantagen angebaut. Für diese Monokulturen werden Regenwälder, Feuchtgebiete und anderen wertvolle Ökosysteme vernichtet. Daran ändert auch eine deutsche Nachhaltigkeitsverordnung mit vielen Schlupflöchern nichts.

In Brasilien wird bereits auf 9 Millionen Hektar Zuckerrohr angebaut. Gleichzeitig verringert sich die Fläche zum Anbau von Bohnen und Reis, den Hauptnahrungsmitteln in Brasilien, jährlich um 10 Prozent.

Die Lebensmittelindustrie schlägt mittlerweile Alarm. Der Agrosprit verdrängt den herkömmlichen Anbau und lässt die Preise für Nahrungsmittel steigen. Aktuell ist der Nahrungsmittelpreis-Index der Vereinten Nationen schon auf dem höchsten Stand seit 21 Jahren.

Die Kritik am neuen E10 wird immer größer. Die Mineralölkonzerne bleiben auf ihren E10-Beständen sitzen und stellen die Einführung des neuen Kraftstoffs immer stärker in Frage, selbst CDU-Politiker aus dem Europaparlament fordern die Einführung von E10 zu stoppen. Jetzt muss endlich auch die Politik reagieren. Fordern Sie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Norbert Röttgen auf, die Beimischungspflicht für Benzin und Diesel komplett abzuschaffen. Damit die Verbrennung von Lebensmitteln in Autotanks endlich ein Ende hat.

Bei dem „Benzingipfel“ am 08.03.2011 in Berlin überreichten wir die ersten 14.000 Unterschriften gegen die Einführung von E 10 persönlich an Umweltminister Norbert Röttgen. Wie zu erwarten, war der Gipfel aus Sicht von Umweltschützern eine große Enttäuschung. Das Vertreter von Umweltorganisationen erst gar nicht zum Gipfel eingeladen waren, ließ erkennen, wie ernst es die Organisatoren des Gipfels meinten, die Umweltrisiken des „Biosprits“ E 10 zu diskutieren. Wir ließen uns davon nicht beirren und protestierten eben vor dem Wirtschaftsministerium. Hier finden Sie Bilder und Berichte unserer Aktion.

Unterstützen Sie weiterhin unseren Unterschriftenaktion an Frau Merkel und Herrn Röttgen mit Ihrer digitalen Unterschrift oder sammeln Sie Unterschriften mit unseren vorbereiteten Listen.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,
sehr geehrter Herr Bundesumweltminister Norbert Röttgen,

die Beimischung von Ethanol und Biodiesel schadet der Umwelt. Monokulturen zerstören den Regenwald, und die CO2-Belastung heizt die Klimaerwärmung an. Agrokraftstoffe schaden auch den Menschen: Lebensmittelpreise steigen, und immer mehr Menschen hungern.

Ich bitte Sie, die umwelt- und sozial-unverträgliche Beimischungspflicht von Ethanol und Biodiesel vollständig und sofort abzuschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Informieren Sie Freunde und Bekannte: Google+ WhatsApp