Kambodscha: Riesenerfolg für Elefanten und Regenwald

08.04.2011

Der geplante Titan-Abbau in den Kardamom-Bergen von Kambodscha ist gestoppt. Die Regierung hat nach den Protesten beschlossen, das Projekt nicht zu genehmigen. Der Lebensraum der bedrohten Waldelefanten und vieler anderer Tiere und Pflanzen ist damit gerettet

Riesenerfolg in Kambodscha: Die Abbaugenehmigung für die geplante 4.400 Hektar große Titanmine im Regenwald wurde zurückgezogen. "Aufgrund der Sorgen über die Auswirkungen auf die Umwelt, Artenvielfalt und die Lebensgrundlagen der Menschen hat Premierminister Hun Sen beschlossen, die in der Koh Kong-Provinz gelegene Titanmine nicht zu genehmigen.", erklärte die kambodschanische Regierung heute nach dem Treffen des Ministerrats.

Der Titanabbau war im Lebensraum seltener Waldelefanten geplant und hätte damit den Fortbestand der größten Populationen dieser Tiere in Kambodscha bedroht. Zudem wären der Mine auch andere seltene Arten und ein Ökotourismus Projekt zum Opfer gefallen. Die lokale Bevölkerung wehrt sich erbittert gegen die Mine. Denn mit dem alternativen Tourismusmodell hatte sie bewiesen, dass es sich in den Kardamom-Bergen selbstständig und nachhaltig im Einklang mit der Natur wirtschaften lässt.

Rettet den Regenwald hatte sich im Februar an den Protesten gegen der Bergbau in den Kardamon-Bergen und dem Lebensraum der bedrohten Waldelefanten beteiligt. Allein an unserer mehrsprachigen Protestaktion „Titan-Mine bedroht kambodschanische Waldelefanten“ haben insgesamt 19.570 Menschen teilgenommen.