El Salvador: Härtere Strafen bei Gewalt gegen Umweltschützer

Juan Francisco Durán Ayala

20.07.2011

Die internationalen Proteste gegen die Ermordung des Umweltschützers Juan Francisco Durán Ayala zeigen erste Erfolge. Verbrecher sollen künftig schärfer verfolgt werden. Rettet den Regenwald beteiligte sich an einer internationalen Protestaktion gegen die Gewalt gegen Umweltschützer in El Salvador

Die internationalen Proteste gegen die Ermordung des Umweltschützers Juan Francisco Durán Ayala zeigen erste Erfolge.

Das Parlament des Landes hat mehrheitlich eine Änderung des Artikel 30 des Strafgesetzbuches verabschiedet. Die Novellierung sieht nun eine "höhere strafrechtliche Verantwortung" vor, bei Verbrechen die sich explizit gegen Menschenrechtsverteidiger richten. Paragraph 21 des Artikels stellt Delikte unter verschärfte Strafverfolgung, wenn "das Verbrechen durch den Umstand motiviert ist, dass die Arbeit des Opfers dem Schutz der Menschen- und freiheitlichen Grundrechte dient.".

Die gesetzgebende Versammlung des Landes, Initiative der Farabundo Marti National Liberation Front (FMLN), begründete ihre Entscheidung mit der aktuellen Gewaltwelle gegen Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten in El Salvador.

Rettet den Regenwald beteiligte sich an einer internationalen Protestaktion gegen die Gewalt gegen Umweltschützer in El Salvador. Mitte Juni wurden mehrere Aktivisten mit dem Tode bedroht und Juan Francisco Durán Ayala ermordet.