Kein Greenwashing-Event für Unilever

31.08.2011

Rettet den Regenwald begrüßt die Entscheidung der Stadt Hamburg, die Ehrung von Jane Goodall zur Botschafterin der Umwelthauptstadt nicht im Unilever-Haus, sondern im Rathaus durchzuführen. Es sei paradox, eine weltweit renommierte Primatenschützerin in der Filiale eines Konzerns zu ehren, der in Indonesien mitverantwortlich für die Ausrottung der Orang-Utans ist.

Rettet den Regenwald begrüßt die Entscheidung der Stadt Hamburg die Ehrung von Jane Goodall zur Botschafterin der Umwelthauptstadt nicht im Unilever-Haus, sondern im Rathaus durchzuführen.

Die Umweltschutzgruppen RobinWood und Rettet den Regenwald hatten die Stadt letzte Woche in einem offenen Brief dazu aufgefordert, die Pressekonferenz mit Jane Goodall nicht im Unilever-Haus zu veranstalten. Es sei paradox, so die Begründung, eine weltweit renommierte Primatenschützerin in der Filiale eines Konzerns zu ehren, der in Indonesien mitverantwortlich für die Ausrottung der Orang-Utans ist.

Unilever bezieht das Palmöl für seine Produkte von Wilmar International. Der weltweit größte Produzent von Palmöl lässt in Indonesien Regenwald für den Bau von Monokultur-Plantagen zerstören. Ein Teil dieser Plantagen liegt auch in Orang-Utan Schutzgebieten.

In einer aktuellen Protestaktion fordert Rettet den Regenwald Unilever zudem erneut dazu auf, die Geschäftsbeziehungen zu Wilmar einzustellen und das Palmöl in seinen Produkten durch einheimische Pflanzenfette zu ersetzen.

Anlass für den erneuten Protest sind schwere Menschenrechtsverletzungen von Wilmar an Kleinbauern der Siedlung Sungai Beruang.