Kolumbien: Inselparadies bleibt von Ölförderung verschont

Der Archipel bleibt erhalten

04.10.2011

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat versprochen, kein Öl im Archipel zu fördern und stattdessen einen Schutzplan zu präsentieren, der das maritime Ökosystem schützen soll

“Ich möchte allen Bewohnern mitteilen, dass sie sicher sein können, dass kein Öl im Archipel gefördert wird.”, erklärte der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos in einer Ansprache am 1. Oktober 2011 auf der Insel San Andrés. „In Absprache mit dem Umweltministerium haben wir uns gegen die Rohstoffförderung entschieden.”, so Santos. Stattdessen versprach er einen Schutzplan, um das maritime Ökosystem zu erhalten.

Damit wird das aus den Inseln San Andrés, Providencia und Santa Catalina bestehende Archipel vor dem Zugriff der kolumbianischen Mineralölfirma Ecopetrol und des spanischen Unternehmens Repsol bewahrt. Die Inselgruppe umfasst das Biosphärenreservat “Seaflower” und ist aufgrund seines Artenreichtums und seiner weitläufigen Korallenbänke seit 2000 UNESCO Schutzgebiet. Insgesamt beherrbergt das Archipel 70 Prozent der Korallenriffe Kolumbiens.

CORALINA, die regionale Vereinigung von San Andrés und Santa Catalina, verklagte die Behörde, welche die Förderlizenzen an die Ölfirmen ausgestellt hatte. In Kooperation mit Rettet den Regenwald machte CORALINA die Förderpläne international bekannt und erhöhte den politischen Druck. Wir erhielten daraufhin Stellungnahmen von den beiden kritisierten Unternehmen, die versicherten, alle politischen Entscheidungen und Umweltstudien akzeptieren zu wollen.

Nachdem Umweltverträglichkeitsstudien eindeutig nachwiesen, dass die negativen Auswirkungen der Ölförderung auf die maritime Umwelt gravierend sein werden, entschied die Regierung die geplante Ölförderung zu stoppen. Außerdem erwähnte Präsident Santos, dass er sich nach Erhalt der vielen Protestmails über die große internationale Sorge über dieses Ökosystem bewusst wurde.

Hoffen wir, dass die Regierung bei ihrer Entscheidung bleibt und die Inselgruppe endgültig vor schädlichen Eingriffen geschützt wird. Rettet den Regenwald dankt den Unterstützern der Protestaktion im Namen von CORALINA sowie den Bewohnern des Archipels, dass sie dabei geholfen haben diesen einmaligen Naturschatz vor der Zerstörung zu bewahren.