Illegales Holz: Schweighofer verliert FSC-Siegel

Zwei friedliche Braunbären im Wald Illegale Machenschaften zerstören die Wälder der Braunbären (© anzeletti / iStock)

27.06.2016

Die Kritik von Umweltschützern bringt den österreichischen Holzriesen Schweighofer ins Wanken. Die Firma soll in Rumänien illegal geschlagenes Holz verarbeiten. Nun wurde Schweighofer das FSC-Siegel entzogen, das angeblich vorbildliche Forstwirtschaft garantiert.

Die Environmental Investigation Agency hatte zuvor in einer Undercover-Recherche aufgedeckt, dass Schweighofer offenbar „absichtlich und bewusst“ illegal geschlagenes Holz kauft. Die rumänische Organisation Neuer Weg sieht Schweighofer im Zentrum eines Skandals, bei dem es ummanipulierte Lieferscheine, undurchsichtige Konzessionen und Schmiergeld geht.

Auch Rettet den Regenwald hatte Schweighofer angegriffen und 118.073 Unterschriften gesammelt.

FSC begründet den Entzug des Siegels damit, dass die Firma Quality Austria die Arbeit von Schweighofer nun ungenügend geprüft hat. Der WWF spricht von "scheinbaren Gefälligkeitsgutachten". Bis September soll eine Expertengruppe des FSC die konkreten Vorwürfe gegen Schweighofer untersuchen. Schweighofer weist die Vorwürfe zurück.