Staudamm-Bau im Land der Luchse abgewendet

Ein Balkanluchs sitzt im Wald und blickt in die Kamera

27.01.2017

Der Mavrovo Nationalpark in Mazedonien bleibt wahrscheinlich vom Bau zweier Staudämme verschont, nachdem die Finanzierung geplatzt ist. Die Pläne hatten den Lebensraum der seltenen Balkonluchse bedroht.

Die Europäische Entwicklungsbank (EBRD) verweigert dem Projekt „Boskov Most“ das nötige Geld. Im Dezember 2015 hatte sich bereits die Weltbank aus dem Vorhaben „Lukovo Pole“ zurückgezogen. Beide Projekte standen auf tönernen Füßen, unter anderem wegen unzureichender Umweltverträglichkeitsprüfungen. Umweltschützer kämpfen aus Sorge um die Artenvielfalt auf dem Balkan seit mehreren Jahren gegen die Wasserkraftwerke.

Der Mavrovo Nationalpark ist einer der ältesten Nationalparks Europas. In dieser Berglandschaft mit ihren Urwäldern, Bächen und Flüssen leben Bären, Fischotter, Wölfe, seltene Fischarten und ein ganz besonderes Tier: der Balkanluchs. Er ist eine stark bedrohte Unterart des Eurasischen Luchses. Nur wenig mehr als 50 Exemplare gibt es noch - die meisten davon im Mavrovo Nationalpark.