Reisetagebuch Indonesien / 3. Etappe Sumatra

02.06.2009

02.06.: Sumatra02.06.: Sumatra

*Di., 2.6.09* Wir fliegen nach Jambi, in die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Herzen der Insel Sumatra. Dort treffen wir Feri Irawan, der im Vorstand von Wahli Indonesien sitzt, dem hiesigen Zweig von Friends of the Earth. Vor allem aber ist Feri Aktivist und die Schlüsselfigur im Kampf um die Landrechte und den Wald der Bevölkerung und gegen die zerstörerischen Machenschaften der Palmölindustrie in seiner Heimat Sumatra. Von Feri erfahren wir, dass die Insel nur noch zu einem Fünftel bewaldet ist. Von den 5 Millionen ha Insel-Fläche gibt es nur noch 1,1 Millionen ha Wald. Und der steht inzwischen fast überall unter Schutz. Damit hat Sumatra weniger Wald als Palmölplantagen: 1,4 Mio. ha nehmen die Monokulturen ein, weitere 1,2 Mio. sind geplant.

Wenn diese Pläne umgesetzt werden, befürchtet Feri, wird es einen Bürgerkrieg geben, denn dann haben die Menschen nicht mehr genug Land, um ihre Nahrungsmittel anzubauen. Schon jetzt gibt es kaum Früchte zu kaufen, das meiste wird importiert. Das bedeutet: Ein Kilo Früchte z.B. kostet 12.000 Rupien, das ist mehr als ein Drittel eines Tageslohns.

03.06.: Die Tigerin im Zoo in Jambi in ihrem Verschlag03.06.: Die Tigerin im Zoo in Jambi in ihrem winzigen Verschlag

*Mi., 3.6.09* Wir besuchen mit Feri den Zoo in Jambi. Zoobesuche sind immer schrecklich, wer mag schon eingesperrte Wildtiere sehen. Doch wir haben einen besonderen Grund. Im Zoo sitzt eine wilde Tigerin hinter Gittern. Dieses Bild versetzt uns allen einen Schock: Das Tier kauert in einem vergitterten Verschlag, der gerade mal so groß ist, dass sie sich umdrehen kann. Sie versteckt sich vor den neugierigen Blicken der Menschen, will nicht gesehen werden. Und wenn ihr jemand zu nahe kommt, geht uns ihr Fauchen durch Mark und Bein. Diese 10jährige Tigerin hat unbeschreibliche Angst. Seit drei Monaten ist sie hier eingesperrt.

Ihr Vergehen: Sie hat einen Menschen getötet und weitere acht verletzt. Es waren illegale Abholzer, und man weiß nicht genau, wer sie beauftragt hat. Man vermutet, dass die Palmölfirma der Makin-Gruppe dahinter steckt. Die Arbeiter sind in das Revier der Tigerin eingedrungen und haben ihren Lebensraum zerstört. Die Menschen aus den Dörfern, die mit den Tigern leben, respektieren diese majestätischen Tiere: Sie gehen nur zwischen 8 und 16 Uhr in den Wald, um Früchte zu ernten und Kautschuk zu gewinnen. Danach gehört der Wald den Tigern. Auch die Tiger respektieren den Lebensraum des Menschen. Niemals würde einer von ihnen ohne Not Menschen anfallen. Doch diese Tigerin war in Gefahr. Sie hat nicht nur ihr Jagdrevier verloren, sondern auch ihre Jungen. Man hat sie nicht gefunden, aber der Tierartzt im Zoo meint, dass sie mindestens drei Junge gesäugt hat. Es wird vermutet, dass sie einem Händler in die Hände gefallen sind.

Die Tigerin ist nun schon so lange eingesperrt, weil man keinen Platz findet, um sie auszuwildern. In Jambi gibt es keinen geeigneten Ort, wo ihr Revier groß genug wäre, dass sie mit Menschen nicht mehr in Berührung kommt. In der Nachbarprovinz wäre es möglich, doch das wollen die Leute aus Jambi nicht. Es ist unser Tiger, proklamieren sie. So wird dieses wundervolle Tier, dessen Art streng geschützt ist, zum Spielball merkwürdiger Interessen. Es gibt, schätzt Feri, nur noch 120 Tiger auf Sumatra. Am Nachmittag fahren wir 5 Stunden nach Sarolangun, ins goldene Herz von Sumatra. Das Gold hat einst die Könige angelockt. Unterwegs Palmölplantagen und vor allem katastrophale Straßen. Vor einem Jahr sahen sie noch wesentlich besser aus. Der Asphalt leidet unter den zig Lastwagen voller Palmfrüchte und den Tankwagen, die uns permanent entgegenkommen.

04.06.: Vor dem Gericht von Sarolangun: Polizei-Schilde und Knüppel bleiben diesmal liegen.04.06.: Vor dem Gericht von Sarolangun: Polizei-Schilde und Knüppel bleiben diesmal liegen.

*Do., 4.6.09* Heute ist ein besonders spannender Tag – wir gehen vor Gericht. Es geht um das Schicksal von Rusdi, dem Bürgermeister des Dorfes Karang Mendapo, der seit Ende Januar im Gefängnis sitzt. Rusdi ist der Kopf und Anführer der Bauern, die gegen die Palmölfirmen des Multikonzerns Sinar Mas kämpfen. Rusdis Ruf geht jedoch weit über die Dorfgrenzen hinaus, er macht den Menschen Mut, dass sie sich gegen den Landraub und die ständigen Einschüchterungen der Schergen des Konzerns wehren können. Sinar Mas ist der mutige, von der Bevölkerung gewählte Bürgermeister schon lange ein Dorn im Auge. Und deshalb haben sie ein Komplott geschmiedet, um ihn aus dem Verkehr zu ziehen.

Die Anklage: Rusdi soll knapp 2000 Euro unterschlagen haben, die ihm der Konzern für die Bauern geschickt hat, als lächerliche Entschädigung für Palmölernte auf ihrem Land. Niemand wollte das Geld, es sollte wieder abgeholt werden. Stattdessen kamen die Schergen von Sinar Mas und behaupteten, Rusdi wollte das Geld für sich behalten. Monatelang saß der Bürgermeister ohne Anklage im Knast. Schließlich begann der Prozess, doch Rusdi hatte einen vom Gericht bestellten Anwalt, der kein sonderliches Interesse an seinem Klienten zeigte. Erst in der letzten Woche gelang es Feri, mit Spenden von Rettet den Regenwald renommierte Anwälte für Rusdi zu besorgen.

Es ist ein Stab von 6 Juristen aus Jakarta, unter Führung einer kampferprobten Anwältin, die dem indonesischen Parlament angehört. Sie sitzt in der Kommission, die eine Rechtsreform zu Landrecht und Umwelt erarbeitet. Auf Feris Bitten hat sie Rusdis Verteidigung übernommen, weil sie zusammen mit ihren Kollegen einen Präzedenzfall schaffen will: Der regionale Fall Rusdi ist übertragbar auf den Landkonflikt in ganz Indonesien. Nur durch Spenden von Rettet den Regenwald konnten diese Anwälte bezahlt und damit auch ein ganz neuer Prozess in Gang gesetzt werden.

04.06.: Bürgermeister Rusdi nach der Verhandlung; er muss zurück in den Knast04.06.: Bürgermeister Rusdi nach der Verhandlung; er muss zurück in den Knast

Heute war der 6. Verhandlungstag, und zum ersten Mal trat Rusdi also an der Seite einer versierten Anwältin in den Gerichtssaal von Sarolangun. Niemand hat davon gewusst, dass diese bekannte Anwältin und Politikerin aus Jakarta den Fall übernommen hat. Nicht mal die Richter. Mehr als hundert Mitstreiter aus Rusdis Dorf waren versammelt, als der schwer vergitterte Gefängiswagen vorfuhr. Rusdi wurde begrüßt wie ein Held. Der Gerichtssaal war voll von seinen Freunden, wer keinen Platz fand, verfolgte die Verhandlung durch die offenen Türen. Und es wimmelte von Polizei und Geheimdienstagenten, die uns schwer aufs Korn nahmen. Wir haben ihnen glaubhaft erzählt, dass wir Freunde von Rusdi seien, aber von dort an war der Geheimdienstchef immer an unserer Seite. Wir beriefen uns auf das indonesische Recht, dass jede Verhandlung öffentlich sei. Das gelte nur für Indonesier, sagte er uns. Keine Filmaufnahmen, keine Fotos im Gerichtssaal. Birgits Tabak und die Einladung zum Mittagessen nahm er indes dankend an.

Die Verhandlung verlief anders als alle zuvor. Der Richter nahm den Angeklagten ernst und hörte auch aufmerksam den Zeugen zu. Es ging plötzlich nicht mehr nur um das angebliche unterschlagene Geld, sondern um viel mehr: um die künftige Landrecht-Politik in ganz Indonesien. Um den Kampf der Bauern um ihr Land und die Tatsache, dass sie von Sinar Mas immer wieder bestochen werden sollten, um endlich Ruhe zu geben. Vielleicht gibt es endlich eine Wende in der Palmölplantagen-Politik – und eine Chance für den letzten Regenwald Indonesiens. Nach der Verhandlung kommt Rusdi aus dem Gerichtsgebäude, alle Freunde und Weggefährten sind versammelt, der Bürgermeister streckt die Faust in die Höhe und ruft Freitheit! Dann verabschiedet er sich von seinen Freunden, seiner Frau und uns, während das Knastauto, das ihn zurück ins Gefängnis bringen soll, mit laufendem Motor wartet – und plötzlich ohne Rusdi wegfährt. Der Irrtum wird natürlich sofort entdeckt. Aber alle lachen – vielleicht war das ein Symbol für seinen Freispruch?

05.06.: Dank der Kämpfer von Wahli kann sich der Regenwald im Gebirgstal von Kerinci wieder ausbreiten05.06.: Dank der Kämpfer von Wahli kann sich der Regenwald im Gebirgstal von Kerinci wieder ausbreiten

*Fr., 5.6.09* Wir fahren in das Bergland von Kerinci – es ist eine lange Fahrt, aber sie wird die schönste , die wir auf unserer Indonesien-Reise unternehmen. Denn wir sehen zum ersten Mal, wofür wir kämpfen und was es zu verlieren gilt: Dichter, grüner, duftender Regenwald, der sich wie ein Teppich über die Berglandschaft legt. Zwischendrin liegen Dörfer, und wenn das Wort idyllisch nicht so abgegriffen wäre – hier würde es passen. Die Menschen leben hier wie einst überall auf Sumatra: von und mit dem Wald. Das Land um den gewaltigen, aktiven Vulkan Kerinci ist Frauenland, sagt Feri, ein Matriarchat. Hier gehört den Frauen das Land, die Männer ziehen nach der Hochzeit in ihr Haus. Die Frauen vererben ihr Land und bestimmen, wie es genutzt wird. Frauen wollen Nachhaltigkeit, und genauso leben sie mit und von ihrem Wald, so bebauen sie ihr Land.

Überall breiten sich Reisfelder und Gemüseäcker zwischen den Dörfern und den Wäldern aus, Kaffeebohnen und Zimtstangen liegen zum Trocknen am Wegesrand. Die Vulkanerde ist fruchtbar, und so haben die Menschen ihr gutes Auskommen. Dieser intakte Regenwald ist keineswegs offiziell unter Schutz gestellt, sondern er ist das Resultat vom mutigen Kampf, den Feri Irawan und seine Mitstreiter von Wahli seit elf Jahren hier führen. Mit Spenden von Rettet den Regenwald. Sie haben einen Staudamm verhindert, den die Norweger als Entwicklungshilfeprojekt bauen wollten, sie haben der deutschen Holzfirma Pleiket das Handwerk gelegt und ihr Sägewerk schließen lassen.

Und deshalb treiben seit vier Jahren keine Urwaldriesen mehr den Fluss hinab; stattdessen haben die Menschen aufgeforstet und die Lücken geschlossen. „Wir machen natürlich nichts gegen den Willen der Menschen, die hier leben“, sagt Feri. „Wir hören uns an, was ihnen wichtig ist, wir hören auf ihr Herz. Und wir trainieren sie, damit sie wie einst ihre Vorfahren vom Wald leben können, anstatt ihn zu verkaufen.“

05.06.: Geschützter Dschungel im Kerinci-Seblat-Nationalpark, er gehört seit 2004 zum Unesco-Welterbe05.06.: Geschützter Dschungel im Kerinci-Seblat-Nationalpark, er gehört seit 2004 zum Unesco-Welterbe

Der Schlüssel zum Erhalt des Regenwaldes liegt im Landrecht. Deshalb werden die Gelder vor allem in die Rechtsarbeit investiert. Zusammen mit kundigen Anwälten arbeiten Feri und Wahli daran, dass die Menschen das Recht auf ihr Land offiziell übertragen und beurkundet bekommen. Nur wenn sie ein verbrieftes Recht auf den Wald haben, werden sie ihn schützen. Die Verhandlungen sind inzwischen so gut wie abgeschlossen, jetzt müssen nur noch die Urkunden ausgestellt werden. Das Ganze ist ein langer, schwieriger Prozess. Ein Dorf aber hat die Urkunden bereits bekommen, es ist Keluru, und wir werden es morgen besuchen. Unterwegs allerdings stoßen wir erstmal auf eine große Schweinerei.

Kurz vor den Grenzen zum Kerinci Nationalpark zeigt uns Feri ein Stück Stein. Es ist Eisenerz, das es hier reichlich gibt. Überhaupt ist das Bergland um Kerinci sehr mineralienreich. Dieses Eisenerz hat sich vor einigen Wochen ein deutsches Unternehmen gesichert – per Vertrag mit dem Regierungsunternehmen PT Thambang Indonesia. Das Perfide an diesem Vertrag: Feri hat herausgefunden, dass das Erz Gold enthält, doch die Regierung glaubt ihm nicht. Und so wird die deutsche Firma, deren Namen Feri gerade recherchiert, unter geringeren Einfuhrzöllen Eisenerz importieren und Gold gewinnen. 60 000 ha Regenwald sollen dafür abgeholzt werden. Das Holz, so wurde bereits vereinbart, geht an Sinar Mas. Kurz vor Sonnenuntergang erreichen wir am Fuße des Vulkans einen riesigen Wasserfall. Er hüllt die Landschaft in eine mystische Regenwaldstimmung.

*Sa., 6.6.09* Das Regenwald-Musterdorf Keluru liegt an einem großen See, fruchtbare Reisfelder grenzen an seine Ufer. Keluru ist ein Juwel unter den Dörfern, die wir auf dieser Reise gesehen haben. Traditionelle Holzhäuser säumen die schmalen Wege, ihre Gärten sind voller Bougainvilleen und blühender Kakteen. Gleich hinter dem Dorf führt ein Weg in den Bergwald hinauf – er ist mit einer Schranke gesichert.

06.06.: Wasserfall im Kerinci-Seblat-Nationalparke06.06.: Wasserfall im Kerinci-Seblat-Nationalpark

Feri Irawan und Wahli haben Keluru zum Musterdorf erkoren, weil die Menschen dort bis heute ihren Wald bewahrt haben, und deshalb können sie ein Beispiel geben für alle Dörfer rundherum. Wie schon beschrieben, geht es darum, den Menschen per Urkunde ihr Land zuzusichern, damit sie den Wald nutzen und bewahren. Bis zu 80 000 Hektar Regenwald wollen die Wahli-Kämpfer in verschiedenen Distrikten von Kerinci auf diese Weise retten. Sie bieten dafür Workshops an, wo es um Rechtschutz, Umweltschutz, Beratung und Bildung geht. Immer im Einklang mit den Bedürfnissen der Menschen. In diese wichtige Arbeit fließt auch Spendengeld von Rettet den Regenwald. Die Bewohner von Keluru sind nun die ersten, die Urkunden für ihr Land in Händen halten. Schon bevor die Berater von Wahli ins Dorf kamen, hatten sie ein eigenes Forstministerium und einen Waldpräsidenten. Doch sie fürchten um den Fortbestand ihres Waldes und ihrer Kultur, denn rundherum wurde stetig abgeholzt. Deshalb suchten sie Hilfe bei Feri und Wahli. Jetzt gehört ihnen der Wald offiziell, und sie nutzen ihn so weise wie zuvor.

Der Waldpräsident und der Waldrichter sorgen zum Beispiel dafür, dass nur dann ein Baum gefällt wird, wenn jemand aus dem Dorf ein Haus bauen oder renovieren will. Und immer muss er einen Teil von dem Holz der Dorfgemeinschaft überlassen. Und für jeden gefällten Baum muss ein neuer gepflanzt werden. Wir folgen den beiden in ihren Wald, und dort erklären sie uns, dass sie noch große Pläne haben. Sie wollen zum Beispiel eine Baumschule gründen, um fachkundig aufforsten zu können. Und auch zu experimentieren – z.B. ob sich Zuckerpalmen für den Mischwald eignen. Sie würden zusätzliches Einkommen in die Dorfkasse spülen. Doch für eine Baumschule fehlt den Bewohnern von Keluru das Geld. Am nächsten Tag erfahren wir, dass der Waldpräsident Feri bereits eine Liste mit Setzlingen für die Baumschule geschickt hat. Sie wollen sich dabei von einem Forstexperten beraten lassen, welche Baumart zu ihrer Waldgesellschaft passt. Ganz erfüllt von der Schönheit des Regenwaldes fahren wir zurück nach Sarolangun – in die Palmöl-Wüste.

07.06.: Die Bauern von Karang Mendapo ernten die Nüsse des Palmölmultis Sinar Mas07.06.:Die Bauern von Karang Mendapo ernten die Nüsse des Palmölmultis Sinar Mas

*So., 7.6.09* Heute am frühen Morgen treffen wir unsere Freunde von Karang Mendapo wieder, diesmal allerdings nicht vor dem Gericht. Wir treffen sie am Ufer ihres Flusses, wo sie Ölpalmnüsse aus einem Boot laden und auf Lkws verfrachten. Sie sind dabei, die Palmen von Sinar Mas abzuernten, die der Konzern auf ihrem Land gepflanzt hat. Oft schon hat die Polizei versucht, sie daran zu hindern, doch die Bauern aus Rusdis Dorf sind kampferprobt: Hier wird nicht gelitten, hier wird gestritten, ist ihr Motto. Um die Nüsse zu ernten, haben sie ein ausgeklügeltes System ersonnen: Sie nehmen das Boot und nicht die Straße, und vom Ufer aus haben sie durch ihr Land einen Weg angelegt bis zur Palmölplantage. Wir begleiten sie auf diesem Weg. Das Boot legt an einem Steilufer an, wo die Stauden auf einer Förderanlage herabrollen. Oben stehen Motorräder mit Körben bereit, mit denen sie die Nüsse aus den Plantagen holen. Sie liegen mehr als drei Kilometer entfernt.

Zuerst geht es noch durch den Wald, doch schon bald sehen wir nur noch Palmen. Und überall Gruppen von Menschen bei der Ernte. Hier arbeitet wirklich jeder mit, Männer und Frauen, Kinder und Alte. Der Erlös wird geteilt, umgerechnet 10 Eurocent verdienen sie pro Kilo. Die Nüsse werden zu einer der unabhängigen Ölmühlen transportiert, die fast drei Stunden entfernt liegt. Lkw-Miete und Benzin müssen sie natürlich vom Gewinn abziehen, doch ihre Unabhängigkeit und Freiheit bedeuten ihnen mehr als Geld.
Siehe auch: Reisetagebuch Indonesien / 1. Etappe Westkalimantan Reisetagebuch Indonesien / 2. Etappe: Zentralkalimantan