PROTESTAKTION BEENDET - Vattenfall reagiert auf unsere Protestaktion

07.12.2009

9749 Menschen haben sich an den Protesten gegen das Verbrennen von Palmöl im Fernheizwerk Neukölln in Berlin beteiligt. Jetzt haben die Betreiber erklärt: "Das Fernheizwerk Neukölln wird zum Ende dieses Jahres auf die Erzeugung von Strom und Wärme mit Palmöl verzichten." Damit ist die Aktion beendet. Den vollständigen Brief des Fernheizwerk Neukölln sehen Sie in der Meldung.

9749 Menschen haben sich an den Protesten gegen das Verbrennen von Palmöl im Fernheizwerk Neukölln in Berlin beteiligt. Jetzt haben die Betreiber erklärt: "das Fernheizwerk Neukölln wird zum Ende dieses Jahres auf die Erzeugung von Strom und Wärme mit Palmöl verzichten." Damit ist die Aktion beendet. *Brief vom Fernheizwerk Neukölln* An Rettet den Regenwald e.V. Sehr geehrte Damen und Herren, wir bedanken uns für die zahlreichen Mails, die uns in den letzten Tagen erreicht haben und in denen die Verwendung von Palmöl zur Erzeugung von Strom und Wärme kritisiert worden ist. Im Rahmen eines auf mehrere Jahre angelegten Versuches wird in unserem Unternehmen seit 2006 in 2 Blockheizkraftwerken Palmöl eingesetzt. Bezogen auf die Gesamtwärmeproduktion des Fernheizwerkes Neukölln wird dort ca. 1% der jährlich benötigten Wärmemenge erzeugt. Ausgangspunkt des Projektes war die Suche nach alternativen Brennstoffen. Die Debatte um die Frage, inwieweit Palmöl so ein Brennstoff sein kann, haben wir intensiv verfolgt und in unsere Entscheidung einbezogen. Dabei haben wir von Beginn an auf ein Höchstmaß an umweltverträglicher Produktion des von uns eingesetzt Palmöls geachtet. Das Fernheizwerk Neukölln setzt für den Betrieb der Anlagen Palmöl ein, das im Sinne des Erneuerbaren Energien Gesetzes als nachwachsender Rohstoff aus landwirtschaftlichen Betrieben anerkannt ist. Die Lieferanten sind zudem im RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil - wvw.rspo.org) engagiert und setzen sich für die nachhaltige Palmölproduktion ein. Obwohl sich Palmöl im Ergebnis des Projektes als Ersatzbrennstoff für Heizöl grundsätzlich bewährt hat, wird das Fernheizwerk Neukölln zum Ende dieses Jahres auf die Erzeugung von Strom und Wärme mit Palmöl vezichten. Für den Ersatz einer der beiden Anlagen durch ein mit Bio-Erdgas betriebenes BHKW laufen bereits die Planungen. Ausschlaggebend für unsere Entscheidung ist, dass es bisher keine Palmöl- Erzeugungskette gibt, in der alle Kriterien eines langfristig nachhaltigen und verlässlichen Einsatzes von Palmöl gesichert und garantiert sind. Das gilt insbesondere für die nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen Vattentall, zu dem das Fernheizwerk Neukölln mehrheitlich gehört, selbst auf strenge Nachhaltigkeitskriterien verpflichtet und bezieht dabei auch die Einhaltung der internationalen Standards ein. Vor diesem Hintergrund fehlt aktuell die Grundlage, um über den weiteren Einsatz von Palmöl nachzudenken. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Rheinfeld FERNHEIZKRAFTWERK NEUKÖLLN AKTIENGESELLSCHAFT