Baufirma soll für Schäden zahlen

22.02.2003

Ecuadors Regierung hat den Baustopp für die WestLB-Pipeline nahe Mindo wieder aufgehoben, der im Januar verhängt worden war, nachdem die Baufirma gegen Umweltauflagen verstoßen hatte. Diese muss allerdings die Schäden beseitigen, die sie angerichtet hat. Dazu gehört die Aufforstung eines Waldgebietes, in dem die Baufirma ungesetzlich Bäume gefällt hatte und die Säuberung eines durch die Firma verschmutzten Flusses. Ivan Murillo, Staatssekretär im Umweltministerium teilte weiter mit, die Regierung werde von den Pipelinebetreibern Schadensersatz für die Zerstörung lokaler Naturschutzgebiete verlangen. Ein Expertengruppe des Ministeriums soll zudem prüfen, ob gegen lokale Forstgesetze verstoßen wurde.

Ecuadors neuer Präsident Lucia Gutierrez hat unterdessen angekündigt, der Bau der Pipeline werde sich verzögern und erst zwischen Juli und September 2003 abgeschlossen sein. Ursprünglich war eine Inbetriebnahme für kommenden Juni geplant. Weiter teilte der Präsident mit, 70 Prozent der Einnahmen aus dem zusätzlichen Ölgeschäft würden in den Schuldendienst wandern, 20 Prozent würden in einen Fonds gezahlt für den Fall sinkender Rohölpreise und 10 Prozent würden für soziale Programme verwendet.