Rückenwind beim Kampf gegen Ölindustrie

09.05.2003

Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte hat sich Anfang Mai 2003 für die Rechte der indigenen Gemeinschaft der Sarayacu im ecuadoriansichen Amazonas stark gemacht. Von der Regierung in Quito werden notwendige Maßnahmen eingefordert, mit denen das Überleben der Sarayacu-Indigenen sicher gestellt wird, die von Ölausbeutung in ihrem traditionellen Lebensraum bedroht sind. Die Sarayacu-Gemeinde liegt etwa 300 Kilometer südöstlich von Quito im amazonischen Regenwald.

Seit November 2002 ist es zu schweren Konflikten mit der argentinischen Ölfirma CGC (Compañía General de Combustibles) gekommen, die in der Heimat der Indigenen Öl ausbeuten will. Die Gemeinde hat deswegen den Ausnahmezustand ausgerufen und ihre etwa 1100 Bewohner/innen mobilisiert, damit diese die traditionellen Lebensräume vor einer Zerstörung durch die Ölindustrie schützen. Unterdessen kämpfen die internationalen Erdölgesellschaften in der Amazonasregion Ecuadors mit immer härteren Bandagen. Sie erstatten Anzeige gegen alle Indigenen, die sich ihren Interessen in den Weg stellen. Unter anderem wurde mittlerweile der gesamte ehemalige (bis Februar 2003) Vorstand der FINAE, die Dachorganisation und Verwaltung des Achuarvolkes, angezeigt.