EU-Flotte treibt Afrikaner in die Wälder

13.06.2003

Die Fischereipolitik der EU heizt in Afrika den Handel mit bushmeat an, der viele bedrohte Arten bereits an den Rand der Ausrottung gebracht hat. Das behauptet Professor John Lawton vom britischen „Natural Environment Research Council“. Vor allem die europäische Hochseeflotte sei dafür verantwortlich, dass die afrikanischen Gewässer überfischt würden. „Als Folge wenden sich die hungrigen Menschen auf dem schwarzen Kontinent vom Meer ab und suchen in den Wäldern nach proteinhaltiger Nahrung.“ Naturschutzorganisationen schätzen, dass jährlich eine Million Tonnen Buschfleisch in den Wäldern von Äquatorial-Afrika gejagd wird. Dadurch sind vor allem Menschenaffen und andere seltene Arten in ihren Beständen bedroht.