Sojafront schiebt sich in den Nationalpark

11.08.2003

Die Führer indigener Völker aus dem Xingu Nationalpark im brasilianischen Bundesstaat Para haben das Eindringen von Sojaproduzenten in das Reservat scharf verurteilt. Die indigenen Gemeinschaften, die im Park lebten, befürchteten unter anderem eine Vergiftung der Flüsse mit Pestiziden. Alupa Kaiaba, Direktor der „Xingu Indigneous Territory Association“, sagte, im Moment sei es noch nicht möglich, die Fläche genau zu beziffern, die bereits durch Sojaproduzenten zerstört worden sei. Die Sprecher der Indigenen kritisierten auch die brasilianische Indianerbehörde FUNAI, die eine angekündigte Untersuchung des Problems bisher noch nicht durchgeführt habe.