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20.02.2004

10.2.2004 Krank durch Toner - die unterschätzte Gefahr 

Der ITG liegen aktuell fast 500 konkrete Verdachtsfälle von Gesundheitsschädigungen durch Toner von Laserdruckern oder Kopiergeräten vor. H.-J. Stelting, ehemaliger Hamburger Kriminalbeamter, selbst Betroffener und Sprecher der ITG erläutert das Ergebnis langjähriger Ermittlungen: „Die Krankheit beginnt oft banal als andauernde Erkältung oder Reizung der Augen oder der Haut, mit ungeklärter Ursache. Kaum jemand kommt darauf, dass hierfür der Toner des Laserdruckers oder Kopierers verantwortlich sein kann. Bei gezielter Suche wird man dann allerdings in erschreckendem Maße fündig. Wir gehen aufgrund eindeutiger Indizien von einem gewaltigen Dunkelfeld aus.“

Tonerhaltige Druckgeräte sind heutzutage fast allgegenwärtig: in Büros, Geschäften, Hotels, auf Bahnhöfen und Flughäfen und sogar in Schulen, Arztpraxen und Krankenhäusern. Mit dem Preisverfall werden Sie zunehmend auch in Privathaushalten Einzug halten. Viele Toner enthalten allergisierende, hormonell wirkende, toxische und krebserregende Schadstoffe, die beim Drucken freigesetzt werden können und denen die Nutzer dann unmittelbar und über lange Zeit ausgesetzt sind. Dies bleibt nicht ohne Folgen. „Bei den Erkrankungen handelt es sich vor allem um Entzündungen der Atemwege, die nicht selten nach kurzer Zeit auf die Bronchien übergreifen und zu lebensbedrohlichem Asthma führen. Dabei können schon geringe Mengen Tonerstaub genügen, um eine Sensibilisierung auszulösen, denn es handelt sich um eine pseudoallergische Überempfindlichkeit“, so Stelting.

Hinter den Fällen stehen oft dramatische Schicksale. Menschen, die aus voller Gesundheit mit Nutzung bestimmter Toner schwer erkranken, ihren Beruf nicht mehr ausüben können und zum Invaliden und Sozialfall werden. Auch die Schäden für die Arbeitgeber und die Volkswirtschaft sind gewaltig. In einem Einzelfall wurden über 600.000 € Schaden errechnet. Durch akribische Beweisarbeit und fachärztliche Untersuchungen gelingt es Fall für Fall medizinisch die schädigende Wirkung von Toner nachzuweisen.

Stelting weiter: „Die Betroffenen und Ihre Ärzte haben ihre Schularbeiten gemacht. Gesundheitsschädigungen durch Toner sind ein unbestreitbarer Fakt. Die Verdachts- und Beweislage ist auffallend herstellerspezifisch. Offenbar sind die Wirkungen der Toner unterschiedlich. Was am Toner genau schädigt, ist noch unklar. Neben den verschiedenen Schadstoffen, die sich zumeist als vermeidbare Verunreinigungen darstellen, kommen auch physikalische Wirkungen in Betracht. So hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unlängst endlich eine Tierversuchsstudie veröffentlicht, nach der Feinststäube, darunter auch Toner, eindeutig krebserregend sind. Die bisher vertretene Auffassung, Stäube seien erst oberhalb bestimmter Grenzwerte krebserzeugend, ist widerlegt.

Dazu Stelting: „Mit großer Sorge registriert die ITG eine zunehmende Zahl von Krebsfällen unter den Tonergeschädigten, darunter v.a. Lungenkrebs, Hautkrebs, Magen-Darmkrebs und allein sechs Leukämiefälle. Viele Toner enthalten Leukämie erregendes Benzol. Dies ist unverantwortlich!“ Die ITG fordert Hersteller und Behörden auf, sich endlich ihrer Verantwortung zu stellen. Die Schädigungen durch Toner werden nicht länger hingenommen. Die ITG fordert weiter die Wirkung von Toner auf den Menschen sofort zu untersuchen und bis auf weiteres ein Verbot für tonerhaltige Geräte im Bereich von Kindern, Kranken, Alten und Schwangeren zu verhängen!

ITG im BBU e.V.
Interessengemeinschaft Tonergeschädigter im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
Arbeitsgruppe Innenraumschadstoffe und Gesundheit c/o Hans-Joachim Stelting
Meiendorfer Weg 2, D-22145 Hamburg
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