Schwindel mit Scheinsiegeln gestoppt

24.03.2004

Sieben deutsche Baumärkte haben falsch gesiegelte Holzprodukte aus russischer Urwaldzerstörung aus den Regalen geräumt. Damit reagiert der Handel auf einen von Greenpeace aufgedeckten Missbrauch von Holz-Siegeln. Das Sägewerk Rettenmeier aus Wilburgstetten hatte billiges Fichtenholz aus russischem Raubbau mit dem Logo des deutschen Holzabsatzfonds "Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft - Gewachsen in Deutschlands Wäldern", etikettiert und den Baumärkten verkauft. Rettenmeier hat die Skandalware inzwischen zurück genommen und will zukünftig kein Holz aus russischer Urwaldzerstörung beziehen. Auch die mit dem Öko-Schein-Siegel "PEFC" der Holzindustrie angebotenen Fichtenbretter aus russischen Urwäldern, die Greenpeace kürzlich entdeckte, sollen nach Aussagen der Baumarktkette Marktkauf nicht mehr angeboten werden.