Waldrodung für Biosprit

08.12.2010

Im mexikanischen Cancun tagt die UN-Klimakonferenz. Agrardiesel aus Palmöl und anderer Agrosprit, fälschlich als "Biosprit" bezeichnet, ist Bestandteil der internationalen Klimapoliitik. Mit dem nachwachsenden Pflanzenkraftstoff soll man wieder beruhigt Auto fahren können, so die leider falsche Botschaft.

In Wirklichkeit setzt Agrosprit viel mehr klimaschädliche Emissionen frei als fossiler Kraftstoff. Denn für den Anbau von Ölpalmen, Soja, Zuckerrohr und anderen Energiepflanzen werden die Regenwälder vernichtet und die dort lebenden Menschen vertrieben. So auch nicht weit vom Tagungsort Cancun entfernt im mexikanischen Bundestaat Chiapas.

Der Umweltschützer Miguel Angel Aguirre von unserer Partnerorganisation Maderas del Pueblo del Sureste (MPS) führt die Jounalisten an die Orte der Verbrechen der Palmölindustrie. Deren neuster Coup: Palmölplantagen sollen zu Wäldern erklärt werden und mit Geldern aus dem "Klimaschutz" finanziert werden. Beim Agrosprit geht es um knallharte Geschäftsinteressen, und mit staatlichen Subventionen lässt sich noch mehr Geld damit verdienen.