Kampf um den Regenwald - Indios gegen die Ölmafia Ecuadors

07.07.2010

Ecuadors Indios gegen die Ölmafia – ZDF-Reportage

Im Jahr 2007 überrascht der ecuadorianische Präsident Rafael Correa die Welt mit einem revolutionären Vorschlag: Natur statt Erdöl. Westliche Industrienationen sollen zahlen, damit das Öl in der Erde des Regenwaldes bleibt. Die Vorkommen liegen im Yasuni-Nationalpark und auf dem Territorium in freiwilliger Isolation lebender Indianergruppen. Die Ölförderung würde beide zugrunde richten.

Rettet den Regenwald hat die Initiative von Beginn an unterstützt. Doch in Ecuador ist ein Machtkampf ums Erdöl ausgebrochen. Präsident Correa zeigt sich schwankend und droht, das Projekt in letzter Minute scheitern zu lassen. Am 15. Januar 2010 startete Rettet den Regenwald die Aktion Ecuadors Präsident droht mit Ölförderung im Regenwald-Nationalpark, an der mehr als 13 000 Menschen teilgenommen haben.

Die am 7. Juli 2010 im ZDF gesendete Dokumentation geht dem Projekt nach und berichtet von den Achuar-Indianern im Regenwald. Zu den Interviewpartnern in Deutschland gehört Klaus Schenck, Wald- und Energiereferent von Rettet den Regenwald. Als Entwicklungshelfer hat er fünf Jahre im Regenwald von Ecuador gelebt und mit Indianern gearbeitet. Für den Verein hat der Umweltschützer von 2000 bis 2002 die Kampagne gegen den von der staatlichen Westdeutschen Landesbank (WestLB) mit einem 900 Millionen Euro-Kredit finanzierten Bau der OCP-Schwerölpipeline betrieben. Über die Pipeline soll das schwarze Gold aus dem Regenwald abtransportiert werden.

Hier können Sie die die 30-minütige Reportage als Internetvideo sehen:

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=3A8fJ-ElibA

Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=MVCAEHUOhF8