Lokale Bevölkerung profitiert von zwei neuen Schutzgebieten

17.11.2004

Der brasilianische Präsident Lula hat die Einrichtung von zwei weiteren staatlichen Naturschutzgebieten im Amazonas angeordnet. In den beiden neuen Reservaten im Bundesstaat Para, die zusammen eine Fläche von 2000 Quadratkilometern Regenwald bedecken, sind Holzeinschlag, Bergbau und andere die Natur zerstörende Eingriffe verboten. Die lokale Bevölkerung darf dagegen weiter in den Schutzgebieten wohnen und dort beispielsweise Gummibäume anzapfen, Früchte und Nüsse sammeln und andere nachwachsende Produkte wie Palmblätter nutzen. Von den neuen Naturreservaten profitieren rund 2600 Familien. Brasilianische Umweltorganisationen haben Lulas Schritt begrüßt, fordern aber zusätzliche Schutzgebiete. Im fünf Millionen Quadratkilometer großen Amazonas sind 20 Prozent als Indianerreservate anerkannt, aber nur vier Prozent stehen unter Naturschutz.