Bericht zum Jahrestreffen des World Rainforest Movement (WRM)

WRM Gruppenbesuch auf einer Baumplantage in Uruguay

20.10.2011

Rettet den Regenwald e.V. kooperiert bereits seit vielen Jahren mit dem WRM. Gemeinsam mit Vertretern aller fünf Kontinente wurden Erfahrungen mit und die Kritik an der massiven Ausbreitung der industriellen Monokulturplantagen ausgetauscht. Gleichzeitig wurde vereint an zukünftigen Strategien zum Schutz der Wälder gearbeitet.

Unsere Mitarbeiter Klaus Schenck und Guadalupe Rodríguez waren in der Zeit vom 18. bis 23. September in Uruguay zum Jahrestreffen des World Rainforest Movement (WRM), einem internationalen Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen und Indigenen Gruppen, welches sich für den Schutz der weltweiten Wälder engagiert.

Rettet den Regenwald e.V. kooperiert bereits seit vielen Jahren mit dem WRM. Gemeinsam mit Vertretern aller fünf Kontinente wurden Erfahrungen mit und die Kritik an der massiven Ausbreitung der industriellen Monokulturplantagen ausgetauscht. Gleichzeitig wurde vereint an zukünftigen Strategien zum Schutz der Wälder gearbeitet.

Ob Afrika, Lateinamerika oder Asien, Monokulturplantagen bspw. von Ölpalmen oder Eukalyptus haben weltweit die gleichen verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und die Menschen vor Ort: Baumplantagen tragen oft zur Vertreibung der lokalen Bevölkerung bei und zerstören natürliche Ökosysteme und somit die Biodiversität. Ebenso bedrohen solche Plantagen die lokale Ernährungssouveränität durch die Verdrängung der ursprünglichen landwirtschaftlichen Kultur. Fruchtbaren Böden und Wasserressourcen werden degradiert und durch eingesetzte Chemikalien vergiftet.

Aus all diesen Gründen haben sich das WRM und die Organisationen, die am Treffen teilgenommen haben, dazu verpflichtet, die lokale Bevölkerung in ihrem Widerstand zu unterstützen und auf internationaler Ebene mit Kampagnen über die sozialen und ökologischen Probleme  der Plantagenmonokulturen aufzuklären.

Rettet den Regenwald hat daraufhin zwei mit der WRM koordinierte Protestaktionen gestartet: Die Aktion „Plantagen sind keine Wälder“, die sich an die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen richtet, so wie die Aktion „Brasilien: Papierproduktion vernichtet Regenwald und Ackerland“.

Das WRM Treffen fand zeitgleich zum internationalen “Tag gegen die Baummonokulturen” am 21 September statt.

Siehe unter:

https://www.regenwald.org/mailalert/772/aktion-plantagen-sind-keine-walder

https://www.regenwald.org/mailalert/765/brasilien-papierproduktion-vernichtet-regenwald-und-ackerland