Übergabe von Protestunterschriften an die FAO

Unterschriften-Übergabe an FAO Direktor José Graziano da Silva Übergabe an FAO Direktor José Graziano da Silva

23.01.2012

Mehr als 27.000 Unterschriften zur Aktion „Plantagen sind keine Wälder" konnten wir dem Direktor der Food and Agriculture Organisation of the United Nations (FAO) überreichen. Im Rahmen einer Pressekonferenz zur „Grünen Woche" in Berlin nutzten wir die Möglichkeit zu einem Gespräch mit José Graziano da Silva

 

Am 21. Januar 2012 überreichten wir die Protestunterschriften zur Aktion „Plantagen sind keine Wälder" an den Direktor der Food and Agriculture Organisation of the United Nations (FAO). Im Rahmen einer Pressekonferenz zur „Grünen Woche" in Berlin nutzten wir die Möglichkeit zu einem Gespräch mit José Graziano da Silva.

Er zeigte sich beeindruckt von den mehr als 27.000 Unterschriften, die der Verein Rettet den Regenwald in Zusammenarbeit mit dem World Rainforest Movement (WRM) gesammelt hatte. Basis unseres Protestes war eine Petition von 613 internationalen Wissenschaftlern, welche die Wald-Definition der FAO kritisierte. In der Aktion fordern wir die FAO auf, diese Definition von Wald zu ändern. In der aktuellen Version bezeichnet die UNO „Wald" als „Landflächen größer als 0,5 Hektar, die mit Bäumen bewachsen sind, die mindestens 5 Meter hoch werden können. Und mindestens 10 Prozent des Bodens müssen durch Baumkronen überschirmt sein.“ Mit dieser Begriffsbestimmung bezeichnet die FAO auch industrielle Baum-Monokulturen als Wälder.

Die aktuelle Definition erlaubt es eben auch, dass die Agroindustrie wirtschaftlich genutzte Flächen als Wald deklarieren und sogar Subventionen für Wiederaufforstungsmaßnahmen beantragen kann. Plantagen mit Ölpalmen zur Herstellung von Agrodiesel oder Akazienplantagen zur Produktion von Papier können mit dieser Walddefinition als Umweltschutzprojekte ausgewiesen werden. Obwohl für die Plantagen oft natürlicher Wald zerstört wird.