Unterschriftenübergabe gegen Monster-Staudamm

Mitarbeiter von Rettet den Regenwald mit kolumbianischen Botschafter Im Gespräch mit dem kolumbianischen Botschafter

10.05.2012

Am 9.5.2012 überreichten wir die Unterschriften gegen das El Quimbo Staudamm­projekt in Kolumbien. In kurzer Zeit beteiligten sich knapp 39.000 Menschen an der Petition zur Unterstützung der Bevölkerung in der Regenwald-Region Huila. Diese lehnt sich gegen das Mega-Bauprojekt auf, weil es gegen Umwelt- und Menschenrechte verstößt sowie die Lebensgrundlagen der Menschen am Rio Magdalena gefährdet.

Am Mittwoch, den 9.5.2012, überreichten wir die Unterschriften gegen das El Quimbo Staudammprojekt in Kolumbien. In kurzer Zeit beteiligten sich knapp 38.500 Menschen an der Petition und unterstützten somit die Bevölkerung in der Regenwald Region Huila. Diese lehnt sich gegen das Mega-Bauprojekt auf, weil es gegen Umwelt- und Menschenrechte verstößt sowie die Lebensgrundlagen der Menschen am Rio Magdalena gefährdet. Das Tal, dass der Fluß durchzieht, ist äußerst fruchtbar und seine Bewohner leben vom Fischen und von der Landwirtschaft.

Das Staubecken des El Quimbo Wasserkraftwerks würde eine Fläche von 82 Quadratkilometern fluten. Tausende Menschen sind von Zwangsumsiedlungen bedroht. Die Änderung des Flusslaufes entzieht der Landwirtschaft das Wasser und somit der Bevölkerung die Ernährungssicherheit. Staubecken, Kraftwerk, Zufahrtsstraßen und andere Baumaßnahmen fänden dort statt wo heute noch Regenwald steht. Dieser zeichnet sich am Rio Magdalena durch eine einzigartige Artenvielfalt aus.

Wie die Folgen für die Natur sein werden, ist nicht absehbar. Denn für das El Quimbo-Projekt gibt es keine rechtlich vorgeschriebenen unabhängigen Umweltgutachten. Entgegen der Landesgesetze wurde auch die ansässige Bevölkerung nicht umfassend über die Auswirkungen der Baumaßnahmen informiert. Sie glaubt nicht, dass der Strom des Kraftwerks für sie produziert werden soll. Stattdessen für Bergbau- und Erdölunternehmen, die es auf die Bodenschätze des Regenwaldes in der Provinz Huila abgesehen haben. Als die Bevölkerung auf die Straße ging, um die Einhaltung der Gesetze einzufordern, wurde sie von Spezialeinheiten der Polizei niedergeknüppelt.

Wir konfrontierten den Botschafter mit diesen Argumenten und forderten im Namen der Bevölkerung von Huila eine sofortige Beendigung des Projektes.