DEG überprüft nun Finanzierung für Staudamm

Bruno Wenn von der DEG mit einem Mitarbeiter von Rettet den Regenwald e.V Bruno Wenn (li.) von der DEG verspricht Überprüfung

29.06.2012

Wir konfrontieren die Verantwort­lichen direkt. Auf einer Tagung des BMZ überreichten wir 38.600 Unterschriften gegen ein umstritte­nes Staudamm-Projekt in Panama an DEG-Geschäftsführer Bruno Wenn. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungs­gesellschaft mbH (DEG) unterstützt den Bau am Tabasará-­Fluss mit 25 Mio. US-Dollar.

Wir konfrontieren die Verantwortlichen direkt. Auf einer Tagung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung überreichten wir die 38.600 Unterschriften gegen dass Staudamm-Projekt Barro Blanco in Panama an DEG-Geschäftsführer Bruno Wenn. Zusammen mit zwei weiteren Entwicklungsbanken unterstützt die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) den Bau des Staudamms am Tabasará-Fluss mit 25 Millionen US-Dollar.

Barro Blanco Staudamm verstößt gegen Menschenrechte

Das Projekt verstößt gegen Menschenrrechts- und Umweltstandards und somit auch gegen DEG-Richtlinien. Barro Blanco liegt am südlichen Rand des staatlich ausgewiesenen Autonomiegebietes der Ngobe-Indianer (Comarca Ngobe-Bugle). Entlang des Flussabschnitts, der im Stausee ertrinken würde, leben 5.000 Ngobe-Indianer, deren Wasserversorgung und Landwirtschaft fast vollständig vom Tabasará-Fluss und seinen fruchtbaren Böden abhängt. Der Staudamm bedroht die Lebensgrundlagen der Ngobe. Ihre friedlichen Proteste wurden von der Polizei gewaltsam niedergeschlagen, es gab zwei Tote und viele Verletzte. Deshalb fordern wir die DEG-Bank auf, die Projektfinanzierung zurückzuziehen.

DEG überprüft Finanzierung des Staudamms

Bruno Wenn versicherte bei der Unterschriftenübergabe, dass die DEG die Kritik von Rettet den Regenwald sehr ernst nimmt und die Angaben überprüfen wird. Zudem erläuterte Wenn, dass es sich bisher um eine Finanzierungszusage der DEG für das Barro-Blanco Staudamm-Projekt handele. Diese könne jederzeit zurückgezogen werden, wenn das Bauvorhaben gegen Rechtsstandards verstößt.

Des Weiteren kritisierten wir die DEG wegen ihrer intransparenten Kommunikation in diesem Fall. In einer vorherigen Stellungnahme schickte die DEG lediglich eine völlig oberflächliche „Zusammenfassung der Sozial- und Umweltwirkungen des Projektes". Die Angaben in diesem Schreiben waren weder nachvollziehbar noch überprüfbar. Die Ngobe-Indianer lehnen die Studie daher als völlig unzureichend und inakzeptabel ab. Auch in diesem Punkt versicherte Bruno Wenn, dass die fehlenden Informationen nachgereicht würden. 

Wir nehmen den DEG-Geschäftsführer beim Wort und haken weiter nach.

Bitte unterstützen Sie auch weiterhin die Petition: Staudamm-Alarm. Bitte unterstützen Sie die Ngobe.