Kolumbien: Die Motorsägen müssen gestoppt werden

Unterschriftenübergabe in kolumbianischer Botschaft Übergabe der Unterschriften in kolumbianischer Botschaft

18.01.2013

Heute, am 17. Januar 2013, hatten wir einen Termin in der kolumbianischen Botschaft in Berlin. Wir überreichten die 72.877 Unterschriften der Petition gegen die geplante illegale Abholzung von 4000 Regenwaldbäumen in der kolumbianischen Region Atrato

Nach wie vor versucht die Gemeinde Santa Rosa de El Limón in der kolumbianischen Region Atrato ihren Wald vor den Motorsägen des transnationalen Konzerns Maderas del Darién – Pizano S.A. zu retten. Rettet den Regenwald unterstützte den Widerstand der Gemeinde mit einer Online-Petition und Öffentlichkeitsarbeit. Heute, am 17. Januar 2013, hatten wir einen Termin in der kolumbianischen Botschaft in Berlin. Wir überreichten die 72.877 Unterschriften der Petition an die Umweltbeauftragte der Botschaft, Karol Daza Bula. 

Im Gespräch forderten wir die Botschaft auf, sich für den Schutz der Menschen von Santa Rosa de El Limón und ihren Wald einzusetzen. Der us-amerikanische Holzkonzern hat keine rechtliche Grundlage für seine Pläne 4000 Bäume auf dem Gemeindeland fällen zu lassen. Seit 2000 besitzt Santa Rosa de El Limón einen kollektiven Landtitel und somit ein Recht auf Selbstverwaltung ihres Territoriums. Zudem steht der Gemeindewald unter Naturschutz. Wirtschaftsprojekte auf diesem Land dürfen nur mit Zustimmung der Gemeinde umgesetzt werden. Santa Rosa de El Limón wehrt sich aber vehement gegen die Rodungspläne von Maderas del Darién.

Rettet den Regenwald appellierte an die kolumbianischen Botschaft, sich für die Rechte der betroffenen Gemeinden einzusetzen und bei seiner Regierung einen Rückzug der illegal handelnden Holzfäller in Atrato einzufordern. Zudem verlangten wir, dass sich die kolumbianische Justiz des Falles annimmt und Anklage gegen die Verantwortlichen von Maderas del Darién erhebt. 

Die Botschaft versicherte uns, die Petition und unser Anliegen an die kolumbianischen Regierungsstellen weiterzuleiten und uns über weitere Maßnahmen der Regierung in dem Fall zu informieren.  

Wir danken allen Unterstützern der Online-Petition.