München: Protestaktion bei Siemens-Hauptversammlung

Proteste gegen Belo Monte in München Proteste gegen Belo Monte bei Siemens-Hauptversammlung in München

24.01.2013

Am Mittwoch, den 23. Januar 2013 protestierte ein Bündnis aus Umwelt- und Menschenrechtsorganisation bei der Siemens-Hauptversammlung in München. Mit Kletteraktionen, Transparenten und der Übergabe unserer Petition kritisierten die Demonstranten die Beteiligung von Siemens an dem katastrophalen Wasserkraftwerk Belo-Monte in Brasilien

Mit Sprechchören und einem großen Transparent in luftiger Höhe über dem Olympiastadion wurden die Aktionäre auf der Hauptversammlung von Siemens empfangen. Ein Bündnis aus Umweltorganisationen demonstrierte gegen die Beteiligung der Siemens Tochterfirma Voith Hydro am Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte in Brasilien. Das Projekt ist nach nationalem und internationalem Recht illegal, weil es gegen zahlreiche rechtlich vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards verstößt. Mindestens 20.000 Menschen werden wegen Belo-Monte vertrieben und sensible Ökosysteme wie Wald- und Flusslandschaften großräumig zerstört. Voith Hydro liefert u.a. Turbinen, Generatoren und Transformatoren; der Auftrag hat ein Volumen von 443 Millionen Euro. Rettet den Regenwald fordert einen Ausstieg von Voith Hydro und anderer beteiligter europäischer Unternehmen aus dem rechtswidrigen Bauprojekt.

Das Umweltbündnis nutzte auf der Hauptversammlung sein Rederecht, prangerte die Verletzung der Menschen- und Umweltrechte in Zusammenhang mit Belo-Monte an und forderte den Siemens-Vorstand auf, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Nach der Rede wurden die knapp 40.000 Unterschriften der Petition von Rettet den Regenwald gegen Belo Monte an Siemens-Chef Peter Löscher überreicht. 

Rettet den Regenwald bedankt sich bei den Unterstützern der Petition!

Hier finden Sie die Pressemitteilung zum Protest