Kohle satt – Tiger platt

Demonstranten mit Papp-Tiger vor der Deutschen Bank in Berlin Foto: Christine Denck

16.11.2013

„Wir waren mit 20 Leuten vor der Filiale der Deutschen Bank in der Friedrichstraße in Berlin", schreibt uns unsere Berliner Regenwald-Regionalgruppe aus der Hauptstadt. „12 neue Unterstützer kamen über einen Blitzaufruf auf unserer Facebook-Seite und eine Rundmail. Das war wirklich Klasse! Alle haben gesagt, sie kommen gerne wieder zu einer Aktion."

In Frankfurt. Foto: Andreas Varnhorn

Mit unserer Aktion „Kohle satt – Tiger platt" konnten wir viele Bankkundinnen und –kunden auf die Finanzierungspraktiken der Deutschen Bank aufmerksam machen. Dazu hatten wir u.a. einen plattgewalzten Tiger gemalt. Die Kundschaft der Bank hat uns die Flyer förmlich aus den Händen gerissen. Wir haben 250 Stück weitergegeben, es hätten auch 500 sein können.

Die Deutsche Bank befördert den zweiten Börsengang von Coal India, ein Konzern, von dem auch die Deutsche Bank weiß, dass dieser die Tropenwälder zerstört, die Heimat der indigenen Adivasi und der Lebensraum der letzten bengalischen Tiger. Viele Leute waren sehr aufgeschlossen und haben mit uns gesprochen. Nur wenige waren ablehnend, wir waren echt überrascht, berichtet unsere Berliner Regenwald-Regionalgruppe.

Zeitgleich haben Aktivisten des Vereins Urgewald vor der Zentrale der deutschen Bank in Frankfurt protestiert und die in unserer gemeinsamen Aktion gesammelten über 85.000 Unterschriften der Bank übergeben. Sie haben dazu eine Märchenstunde veranstaltet und aus dem Dschungelbuch vorgelesen.

Die Umweltabteilung der Deutschen Bank, die die Unterschriften entgegen genommen hat, hat zugesagt, auch dem Vorwurf der Kinderarbeit in den Kohleminen von Coal India nachzugehen. Wir sind schon gespannt, zu welchem Ergebnis die Deutsche Bank kommt.

Un unserer Protestaktion Deutsche Bank gefährdet Tiger haben bereits über 83.000 Menschen teilgenommen.