„Wir haben es satt”: Keinen Regenwald auf unsere Teller

Demonstranten mit Banner von Rettet den Regenwald Foto: Christine Denck

21.01.2014

Am Sonnabend, 18. Januar 2014, hat die Berliner Regionalgruppe an der Großdemo „Wir haben es satt“ teilgenommen. Gemeinsam mit 30 000 Demonstranten forderten wir: Stoppt die Agrarindustrie- für eine bäuerliche und ökologische Landwirtschaft!

Gemeinsam mit einer wachsenden Zahl von Demonstranten, unter denen sehr viele junge Menschen zu finden waren, forderten wir die Bundesregierung auf, statt weiterhin „Klientelpolitik für die Agrarindustrie“ zu betreiben, solle sie sich  für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen.

„Keinen Regenwald auf unsere Teller“ war wieder unsere Forderung.

Hierbei wurden wir von den Demonstranten und Veranstaltern unterstützt.

So sagte Kerstin Lanje, Referentin für Welthandel und Ernährung bei Misereor:

„Milchpulver, Hühnchenreste und Schweinefleisch, die in Massen von Deutschland und der EU exportiert werden sind so billig, dass Bauern in Afrika damit nicht konkurrieren können. Auch unsere Soja-Importe als Futtermittel für die massenhafte Fleischproduktion gehen auf Kosten der Armen in den Herkunftsländern. Riesige Flächen von wertvollem Ackerland werden für die Sojaproduktion genutzt, die dann für den Anbau von Lebensmitteln fehlen. Menschen werden von ihrem Land vertrieben. Pestizide für die anfälligen Monokulturen vergiften Menschen, Tiere und die Umwelt.“

„Die Große Koalition fährt die Agrarpolitik an die Wand! Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, wer auf Export und Freihandel setzt und dann auch noch darüber nachdenkt, Gentech-Pflanzen auf Europas Äckern zuzulassen, der lässt die Bäuerinnen und Bauern im Stich und handelt gegen die Interessen von VerbraucherInnen, Tieren und Umwelt“, sagt Jochen Fritz vom „Wir haben es satt!“-Bündnis. „Wir erwarten von der neuen Bundesregierung eine Landwirtschaftspolitik, die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft.“

Dieses Abkommen muss gestoppt werden. Es gefährdet unsre Kinder, die Natur, die Tiere, die Pflanzen, die Umwelt. Anstatt mit Chlorhühnchen, Hormonfleisch und Gentechnik unsere Gesundheit zu ruinieren, brauchen wir eine Landwirtschaft, „in der bäuerliche Betriebe gefördert werden statt Massentierhaltung und Export. Agrarminister Friedrich muss sich dafür einsetzen, dass mehr Geld in tiergerechte Haltungsformen fließt und dass Gentechnik und Pestizide nicht in unsere Lebensmittel gelangen“, so Hubert Weiger, Vorsitzender des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Stark kritisiert wurde der agroindustrielle Anbau von Energiepflanzen und die Errichtung von Biogasanlagen. Sie vernichten nicht nur die Natur sondern gefährden die bäuerliche Landwirtschaft.