Cross-River-Gorillas: Die Hoffnung stirbt zuletzt

der Silberrücken einer Cross-River-Gorilla Gruppe schreitet durch den Wald Der Cross-River-Gorilla Silberrücken wiegt bis zu 180kg (Foto: Limbe Wildlife Centre / Great Ape Project) (© Limbe Wildlife Centre / Great Ape Project)

01.04.2014

Pedro Pozas Terrados glaubt an die Rettung der Cross-River-Gorillas. Er hofft, dass sie so bekannt werden wie die Berggorillas durch die Aufopferung von Dian Fossey. Doch die Zeit drängt. Es leben nur noch 230 von ihnen.

Cross-River-Gorillas kommen nur noch in einer kleinen Region an der Grenze zwischen Kamerun und Nigeria vor. Ihr Name folgt dem dort verlaufenden Fluss Cross River.

Ein großer Teil ihres Habitats ist ungeschützt. Das ist fatal, weil das Fleisch der Tiere begehrt ist. Zudem werden ihre Knochen für Rituale der Schwarzen Magie verwendet.

Kaum etwas ist bekannt vom am stärksten bedrohten Menschenaffen. Es gibt keine Langzeitstudien, für die Tiere an den Menschen gewöhnt werden müssten. Dadurch würden die Tiere leichte Beute für Wilderer. 

Das Überleben der Cross-River-Gorillas hängt von der lokalen Bevölkerung ab“, sagt Terrados von der Tierschutzorganisation Gran Simio. Die Einheimischen müssen am Schutz der Tiere beteiligt werden, sodass sie in ihnen eine ökonomische Ressource sehen, die ihnen nützt.

Zusätzlich muss der Lebensraum der Affen in Terrados Augen gesetzlich geschützt werden, weil sich Holzgewinnung, Plantagen voller Ölpalmen und Landwirtschaft immer weiter in das Gebiet der Gorillas fressen. Ohne Wald werden die Tiere nicht überleben.

Es müssten Korridore sichergestellt werden, über die die einzelnen Gruppen miteinander verbunden werden, fordert Terrados. Geschieht dies nicht, werden die Tiere voneinander abgeschnitten. “Das würde den endgültigen Abschied von diesen einzigartigen Kreaturen bedeuten”, sagt der Wissenschaftler.

Doch Terrados gibt nicht auf. Er und das Proyecto Gran Simio werden sich weiter dafür einsetzen, diese prächtigen Tiere und ihr Habitat zu schützen.