Blockheizkraftwerk soll nicht mit importiertem Palmöl betrieben werden

06.04.2007

Berlin (ots) - Zur Initiative der CDU Schwarmstedt, ein Blockheizkraftwerk nicht mit importiertem Palmöl zu betreiben, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB:

Berlin (ots) - Zur Initiative der CDU Schwarmstedt, ein Blockheizkraftwerk nicht mit importiertem Palmöl zu betreiben, erklärt die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött MdB: In der Diskussion um die Nutzung der Biomasse zur Energieerzeugung muss mehr als bisher die Frage der Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Begrüßt wird in diesem Zusammenhang ausdrücklich der auf Initiative der CDU zustande gekommenen Beschluss des Rates der Samtgemeinde Schwarmstedt, das geplante Blockheizkraftwerk nicht mit importiertem Palmöl, sondern ausschließlich mit heimischen regenerativen Energieträgern zu betreiben, weil die potentiellen Zulieferer nicht verbindlich zusagen konnten, dass das Palmöl aus nachhaltigem Anbau stammt.

Dass sich der Samtgemeinderat mit seinem Beschluss gegen kostengünstigeres importiertes Palmöl ausgesprochen und für eine nachhaltige Nutzung entschieden hat, verdient Aufmerksamkeit und ist ein weithin sichtbares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit bei der energetischen Nutzung der Biomasse. Es ist ohne Frage richtig, dass wir beim Ausbau der erneuerbaren Energien auch auf die Biomasse setzen müssen. Dies darf allerdings nicht dazu führen, dass in fernen Ländern Südamerikas oder Südostasiens Raubbau an den Regenwäldern stattfindet, um Platz für Ölpalm-Plantagen zu schaffen. Die CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Schwarmstedt hat vor der Entscheidung nachgefragt, ob garantiert werden könne, dass das Palmöl, mit dem das geplante Blockheizkraftwerk betrieben werden sollte, aus nachhaltigem Anbau stammt. Da dies nicht garantiert werden konnte, hat sie den Betrieb des Blockheizkraftwerkes auf Palmöl-Basis richtigerweise abgelehnt.

Aber auch die Gewinnung von Biomasse in heimischer Produktion darf nicht zu ausufernden Monokulturen von Energiepflanzen und übermäßige Düngung dieser Felder und Wälder führen. Es kann nicht sein, dass wir den Teufel des Klimawandels mit dem Belzebub einer Verarmung der Natur bekämpfen. Die CDU Schwarmstedt hat ihren Beschluss in einer Zeit gefasst, da viele in der Nutzung der Biomasse den Stein der Weisen zur Lösung der zukünftigen Energiefragen sehen. Es ist mutig und verdient höchste Anerkennung, dass die CDU Schwarmstedt sich mit ihrem Beschluss gegen diesen Zeitgeist gestellt hat.