Gelungene Regenwald-Aktion

Artikel von Rettet den Regenwald auf einer Wiese

14.04.2014

Rege Diskussionen, Klamotten-Tausch, Kaffee und Kuchen und zum krönenden Abschluss Hamburger Slammer. Bei unserer Veranstaltung „Kleidertausch und Poetry Slam für den Regenwald“ kam jeder Besucher auf seine Kosten.

„Sarawak, wo liegt denn das?“ fragt ein Besucher, der den neuen Regenwald Report mustert. Vom Taib-Clan habe er schon einmal gehört. Schrecklich, wie der Regenwald auf Malaysia und Indonesien abgeholzt wird.

Unsere Veranstaltung „Kleidertausch und Poetry Slam für den Regenwald“ sollte dazu anregen, sich kritisch mit dem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Muss man kaum getragene Klamotten wirklich gleich durch Neue ersetzen? Am 6. April lockte das Happening zahlreiche Besucher ins Centro Sociale im Hamburger Kiez-Viertel St. Pauli.

Ein Grüppchen hat es sich bei fairem Kaffee und veganen Keksen auf dem Sofa gemütlich gemacht. Sie beobachten das Treiben um die Kleider-Tische. Die Frauen haben bereits getauscht. Zufrieden präsentiert Bettina ihren erstandenen Pullover. Den wolle sie gleich am nächsten Tag bei der Arbeit tragen.

Von stattlichen Anzügen, modernen Jeans, Pullover, über T-Shirts und Schuhe, auf den Tischen sammelt sich eine große Auswahl schöner Kostbarkeiten. Sogar ein Büchertisch entsteht, und auf der Leine hängt eine Isomatte. „Kann ich die wirklich einfach so mitnehmen“, fragt eine Frau beglückt.

Im Anschluss an den Kleidertausch wird geslamt. Moderator Paul und die Künstler geben sich mit ihren Texten viel Mühe. Es gibt Kritik am Konsumverhalten unserer Wegwerfgesellschaft, Kritik an Produkten, geschaffen, um nach dem Verfallsdatum irreparabel zu zerbrechen und Kritik an der Kritik; was ist denn richtig oder falsch?

Arne trumpft mit seinen Wortspielen zum Re-gen-wald. Steve aus Kamerun berichtet über den Coltan-Abbau im Ostkongo. Wer von euch hat ein Handy, fragt er zum Einstieg. Unsere Elektronikindustrie heizt die Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo weiter an. Der Krieg hat bereits 5 Millionen Opfer gefordert, und wir als Handy Konsumenten sind mit verantwortlich.

Erschöpft und glücklich sinkt Johanna nach der Veranstaltung auf einen Stuhl. Die Praktikantin von Rettet den Regenwald hatte die Veranstaltung fast im Alleingang organisiert und – „es war wirklich schön.“