US-Behörde verbietet Bienen-Gifte

Eine Biene bestäubt eine weiße Blüte Bienen sterben, weil Konzerne hochgiftige Pestizide verkaufen (Foto: Kathrin Reinsch, Flickr) (© Huertos Urbanos Bahía de Cádiz)

12.08.2014

In US-Naturschutzgebieten werden für Bienen tödliche Pestizide geächtet. Ab 2016 dürfen dort Neonikotinoide nicht mehr eingesetzt werden. Der Bann soll landesweit für alle National Wildlife Refuges gelten.

In den USA und in Europa wird seit einigen Jahren ein dramatisches Bienensterben beobachtet. Eine Ursache dafür sehen Experten in Neonikotinoiden. Diese Nervengifte werden auf die Samen von Mais, Raps, Sonnenblumen und anderen Ackerpflanzen aufgetragen, um sie vor Insektenfrass zu schützen. Beim Aussäen gelangen die Gifte in die Umwelt. Sie bergen auch ein tödliches Risikio für Schmetterlinge, Vögel, Fische und Säugetiere.

Die EU hat bereits 2013 ein Verbot für die Gifte verhängt, die von den Konzernen Bayer und Syngenta produziert werden. Das Mittel Fipronil von BASF darf nur noch eingeschränkt eingesetzt werden. Die drei Konzerne klagen gegen die Verbote in Europa.

In den US-National Wildlife Refuges, die 60 Millionen Hektar bedecken, werden zugleich gentechnisch manipulierte Pflanzen verboten, bei deren Anbau gefährliche Chemikalien eingesetzt werden.