„Wir haben es satt! Massentierhaltung abwählen!“

Transparente bei Domonstartion Rettet den Regenwald "Wir haben es satt"- Demo in Potsdam Foto: Angelica

04.09.2014

Am Sonntag, 31. August, gehörte die Berliner Regenwaldgruppe zu über 3000 Demonstranten, die in Potsdam die Abkehr von der Agrarindustrie hin zu einer bäuerlichen, tier-, natur- und umweltgerechten Landwirtschaft forderten: „Wir haben es satt – Massentierhaltung abwählen!“

Potsdam wurde als Veranstaltungsort bewußt gewählt, um gegen Agrarfabriken, Massentierhaltung, Landraub und Gentechnik zu protestieren, denn in Brandenburg findet am 14. September die Landtageswahl statt und vom 3. bis 5. September tagt hier die Agrarministerkonferenz.

Stefan Palme, langjähriger Bio-Landwirt aus der Uckermark, sprach vielen seiner Berufskollegen und Demonstranten aus dem Herzen : „Mittlerweile haben fast alle kapiert, dass unsere Landwirtschaft langfristig nur dann eine Zukunft hat, wenn sie eine hohe Wertschöpfung erzielt, ohne dabei die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Nur in Brandenburg nicht, dort bekennt man sich zur Ideologie des agroindustriellen Maßstabs. Immer größere Tiermastanlagen, immer monotonere Fruchtfolgen, immer größere Agrarholdings, die das Land unter sich aufteilen. Brandenburg hat eine bessere Agrarpolitik und eine bessere Landesregierung verdient!“

Die Demo wurde organisiert vom „Aktionsbündnis Agrarwende Berlin Brandenburg“ gemeinsam mit der Kampagne „Meine Landwirtschaft“. Sie sind Teil des überregionalen Netzwerks „Wir haben es satt“.

Vegan- vegetarisches Sommerfest Ende August 2014

Auch in diesem Jahr war die Berliner Regionalgruppe wieder auf dem vegan- vegetarischen Sommerfest, das am letzten Augustwochenende auf dem Alexanderplatz stattfand, mit einem Stand am Freitag dabei.

Wir informierten über die schädlichen Methoden und Folgen der Agrarindustrie nicht nur in den Regenwaldländern sondern auch bei uns.

Ein besonderer Aspekt lag auf dem fortschreitenden mit katastrophalen Folgen verbundenen Anbau von Palmölplantagen in den Regenwaldländern.

Betroffen zeigte sich das Publikum über den problematischen Einsatz von Palmöl in vielen Konsumartikeln und Lebensmitteln.

Mit mehreren Unterschriftenaktionen luden wir die Besucher ein, gegen den Raubbau in den Regenwäldern für unseren Konsum und gegen Entrechtung und Vertreibung von Indigenen und Kleinbauern, gegen Tierleid und Naturzerstörung vorzugehen.

Auf einem großen Plakat konnten die Besucher ihre Ideen für den Regenwaldschutz aufschreiben:

- vegane palmölfreie Kekse selbst backen *

- Informationen an Lehrkräfte heranbringen

- Presse kontinuierlich berichten lassen!

- Kinder nicht anlügen - sondern lieben!

- Holz nicht wegwerfen, sondern Mehrzweck verwenden

* z.B. Rezept: 150ml Öl, 180g Zucker, 250g Apfelmus, 2 Teelöffel Backpulver, 2 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 500g Mehl

(wenn Apfelmus gesüßt, dann weniger Zucker)

im Ofen bei 150°C 15-20min backen