E.On, verfeuert nicht unseren Wald!

Guido Knott und Anette Bickmeyer von E.on nehmen den Protest von fast 114.000 Waldschützern entgegen (Foto: Rettet den Regenwald e.V.) (© Rettet den Regenwald e.V.)

26.09.2014

Rettet den Regenwald e.V. protestiert gegen ein neues Biomasse-Kraftwerk, das E.On in Frankreich errichtet. Gestern haben wir daher am Konzern-Hauptsitz von E.On unsere Petition übergeben. Damit haben wir gezeigt: Rund 114.000 Naturfreunde wollen nicht, dass unsere Wälder für umweltschädlichen Strom verfeuert werden.

Der Energiekonzern E.on will in Süd-Frankreich da­­s Kohle-Kraftwerk Provence-4 in ein Biomasse-Kraftwerk umbauen. Darin würden jährlich fast eine Million Tonnen Holz verbrannt. Dafür müssen jährlich Tausende gesunde Bäume gefällt werden, die dann einfach nur verbrannt werden. Biomasse-Kraftwerke stoßen zudem im Verhältnis mehr Kohlendioxid aus als Kohle-Kraftwerke. Neu heranwachsende Bäume absorbieren zwar das CO2, das bei der Stromerzeugung frei wird, es dauert jedoch Generationen, bis die junge Bäume das Kohlendioxid wieder aus der Luft gefiltert haben.

Dr. Guido Knott, Leiter der Konzern-Kommunikation und Dr. Anette Bickmeyer, Leiterin der Abteilung für Nachhaltigkeit von E.On, haben unsere Forderungen mit den Unterschriften entgegen genommen. In einem etwa einstündigen Gespräch haben wir unsere Positionen erläutert und kritisch gefragt: Woher kommt, das Holz, das dort zukünftig verbrannt werden soll? Welche Baumarten sollen verbrannt werden? Und warum werden schon Baumstämme in größeren Mengen angeliefert, obwohl der Testbetrieb offiziell noch gar nicht begonnen hat? E.On konnte uns dies nicht beantworten, ist aber für einen Dialog offen.

Wir stellen uns indes die Frage, ob es überhaupt eine unabhängige Studie gibt, die untersucht hat, welche Folgen der zusätzliche Bedarf und die Verbrennung von rund einer Millionen Tonnen Biomasse im Kraftwerk Provence-4 haben kann. Hat denn wirklich niemand durchdacht, welche Auswirkungen dies für Umwelt und Menschen hat – in der Region und darüber hinaus?

Wir sind auf die Antworten gespannt!