Imker streiten am EU-Gerichtshof gegen Pestizide

Eine Biene bestäubt eine weiße Blüte Bienen sterben, weil Konzerne weiter hochgiftige Nervengifte verkaufen wollen (Foto: Kathrin Reinsch, Flickr) (© Huertos Urbanos Bahía de Cádiz)

04.11.2014

Nachdem die EU-Kommission im Herbst 2013 den Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel, den sogenannten Neonicotinoide, verboten hat, haben die Herstellerkonzerne BASF, Bayer und Syngenta vor dem Europäischen Gerichtshof Klage gegen die Kommission eingereicht.

Diese Nervengifte stellen ein großes Problem für die Umwelt und die Bienen dar. Das Verbot wurde von der Kommission aufgrund fehlender Studien zur Risikobewertung ausgesprochen und gilt zunächst für zwei Jahre. In dieser Zeit sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden. Bayer & Co. wollen aber, dass das Verbot sofort wieder aufgehoben wird.

Die Imkerverbände haben sich nun erfolgreich durchgesetzt und wurden als Prozessbeteiligte für alle drei Verfahren zugelassen. Als Prozessbeteiligte können sie sich jetzt aktiv in das Gerichtsverfahren einbringen. Sie erhalten Einsicht in alle Schriftsätze der klagenden Chemiekonzerne und der beklagten EU-Kommission. Nur so kann eine außergerichtliche Einigung hinter verschlossenen Türen verhindert werden.

Wir danken allen unseren Spendern, die dazu beigetragen haben, dass die Imker und Naturschützer den Chemiekonzernen nun die roten Karte zeigen.