Bayer verliert Prozess gegen Bienenschützer

Eine Biene fliegt zu einer Kirschblüte Hoffentlich bald kein Bild mit Seltenheitswert: Eine Biene bestäubt eine Blüte (Flickr / David Farquhar - Lizenz CC BY-NC-ND 2.0) (© Flickr / David Farquhar - (CC BY-NC-ND 2.0))

12.03.2015

Zwei Pestizide von Bayer dürfen auch in Zukunft als schädlich für Bienen gebrandmarkt werden. Der Chemiekonzern wollte dem BUND diese Kritik verbieten lassen. Das Landgericht Düsseldorf hat allerdings zugunsten der Naturschützer und der Bienen entschieden.

Verbraucher dürfen weiterhin erfahren, dass die Bayer-Produkte Calypso und Lizetan bienengefährdend sind, weil sie das Gift Thiacloprid enthalten. Bayer ist mit dem Versuch gescheitert, Kritiker mundtot zu machen.

"Das ist ein Sieg für die Bienen und die Meinungsfreiheit", sagt der BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann: "Bayer muss daher seine Bienen gefährdenden Produkte sofort vom Markt nehmen."

Besonders die Substanzgruppe der Neonikotinoide, zu der Thiacloprid gehört, wird mit dem Bienensterben in Verbindung gebracht. Mit den Nervengiften behandelt die Agrarindustrie die Samenkörner von Mais, Raps und Weizen gegen Insektenfraß. Die Chemiesamen werden dann auf den Äckern ausgesät – mit tödlichen Folgen nicht nur für Bienen.

Im Dezember 2014 hatte der BUND einen Einkaufscheck veröffentlicht, in dem es um Pestizide in Bau- und Gartenmärkten geht. Bayer hatte eine Einstweilige Verfügung gegen die Veröffentlichung erwirkt. 

Hier ist unsere Aktion: Die Bienen brauchen Hilfe https://www.regenwald.org/aktion/953/aktion-die-bienen-brauchen-hilfe Bisher 129.635 Teilnehmer