Petition gegen Bienengift übergeben

Lea Horak überreicht während der Hauptversammlung von BASF 178.000 Unterschriften zum Schutz der Bienen Rettet den Regenwald fordert das Aus für Insektizide, die Bienen gefährden (© Rettet den Regenwald / Markus Dufner)

04.05.2015

Die BASF und Bayer-Aktionäre wissen jetzt: Die Konzerne macht mit Giften Profit, die für Bienen gefährlich sind. Während der Hauptversammlung der Chemiekonzerne haben wir den massenhaften Bienentod kritisiert und unsere Petition zum Schutz der Tiere mit bislang 178.000 Unterschriften übergeben.

Unsere Stimme bei der BASF-Hauptversammlung

In einem Redebeitrag haben wir erklärt, warum wir das BASF-Gift Fipronil für bienengefährlich halten. Wir haben das Unternehmen deshalb aufgefordert, das Mittel nicht mehr zu produzieren. Außerdem soll der Konzern eine Klage gegen die EU, die mehrere Insektizide verboten hatte, zurückziehen.

Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht weigerte sich, die Petition persönlich entgegenzunehmen, weil er die Versammlung „nicht unterbrechen“ wolle. Der BASF-Vorstand ließ die Kritik an sich abprallen: Fipronil sei ungefährlich.

Während die Aktionäre auf Einlass in das Kongresszentrum Mannheim warteten, haben wir den „Regenwald Report“ verteilt. Aktivisten vom Gen-ethischen Netzwerk, attac Mannheim und den Kritischen Aktionären protestierten ebenfalls.

Bayer-Aktionäre bekommen etwas zu hören

Auf der Hauptversammlung des Chemiekonzerns Bayer am 27. Mai haben wir erneut die Stimme zum Schutz der Bienen erhoben. Zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen und Imkern haben wir den Konzern ermahnt seine Neonikotinoide vom Markt zu nehmen. Aber daran hat das Unternehmen kein Interesse. Ebenso will Dr. Marijn Dekkers, Vorstand der Bayer AG, die Klage gegen die EU nicht zurück ziehen. Viele der sehr gut begründeten Aussagen der Kritiker wurden als unwissenschaftlich abgelehnt

Auch hier haben wir vor dem Veranstaltungsort Regenwald Reports verteilt und die Aktionäre auf die Folgen der giftigen Pestizide für Bienen und andere Lebewesen hingewiesen.

Noch ist das Verbot dieser Gifte innerhalb der EU nicht rechtskräftig. Imker und Naturschützer warten daher gespannt auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, ob die Pestizide dauerhaft in der EU verboten werden. Wir bleiben dran - für eine Zukunft mit Bienen auf Wiesen und in Wäldern.