PM Weltweiter Elefantentag

Elefanten in Tansania (© flickr.com cetp (CC BY-NC 2.0))

12.08.2015

China muss Elefantenmord sofort beenden – Petition mit 150 000 Unterschriften

Weltweiter Elefantentag

China muss Elefantenmord sofort beenden –

Petition mit 150 000 Unterschriften

Berlin/München, 12.8.2015 – „China muss Elefantenmord sofort beenden!“ Umweltschützer haben heute eine Petition mit 150 000 an die Botschaft der Volksrepublik China in Berlin übergeben, in der sie ein Ende des Elfenbeinhandels fordern. „Chinesische Politiker haben dem Schmuggel von Elfenbein seit Jahrzehnten tatenlos zugesehen. Sie sind für den Tod von Elefanten in Afrika verantwortlich“, kritisiert Reinhard Behrend von „Rettet den Regenwald e.V.“ am heutigen weltweiten Elefantentag.

Ende Mai hat China angekündigt, den Handel von Elfenbein innerhalb des Landes zu verbieten. „Die Regierung hat leider nicht gesagt, wann das Verbot in Kraft tritt. Schmuggler könnten deshalb noch möglichst viel Elfenbein ins Land schaffen, um es für „legal“ zu deklarieren und zu verkaufen. Es würden noch mehr Tiere gewildert. Jeder Tag ohne Verbot bedeutet für viele Tiere den Tod“, sagt Reinhard Behrend: „Präsident Xi Jinping muss das Verbot sofort umsetzen, um den Schmuggel und das Töten zu beenden.“

Birgit Hampl von der Organisation Rettet die Elefanten Afrikas e.V. sagt in München: „Wir müssen die Maschine "Elfenbeinhandel" an allen Fronten bekämpfen: Vom weltweiten Handelsverbot über die Korruption in den Ursprungsländern, der Nachfrage in China bis zum aktiven Kampf gegen die Wilderer! Nur so haben die Elefanten überhaupt noch eine Chance zu überleben.“

"Das Verbrechen an den Elefanten ist Teil der Ausplünderung eines ganzen Kontinents, einst verwoben mit dem Sklavenhandel und heute mit Rebellen- und Terrorgruppen, die sich auch aus dem schmutzigen Elfenbeingeschäft finanzieren. Elfenbein ist Statussymbol und Schmuck, aber eben nur in Form von Stoßzähnen an den majestätischen Elefanten, die wir alle schützen müssen", sagt Viktor Gebhart von der Tierrechtsorganisation Animals United.

In Afrika werden 100 Elefanten pro Tag gewildert. In Tansania ist die Situation besonders dramatisch. China ist stark in den Elfenbeinhandel verstrickt und ist Hauptabsatzmarkt. Mitarbeiter chinesischer Botschaften gehören offenbar regelmäßig zu den wichtigsten Kunden lokaler Händler. Als Präsident Xi Jinping 2013 Tansania besuchte, sei Schmuggelware im Diplomatengepäck transportiert worden.Das schreibt die Environmental Investigation Agency (EIA) in der Studie „Vanishing Point“.

Weltweit kämpfen Umweltschützer gegen die Wilderei von Elefanten und den Elfenbeinschmuggel. Am 3. und 4. Oktober findet ein „Global March for Elephants and Rhinos“ statt. Bis dahin werden für die Petition weiterhin Unterschriften gesammelt.

https://www.regenwald.org/aktion/975/china-muss-elefantenmord-sofort-beenden#more

Die Petition wurde in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Indonesisch veröffentlicht.

Pressekontakte:

Am 12.8. finden Sie folgende Ansprechpartner:

in Berlin: Marianne Klute, Rettet den Regenwald e.V. Telefon 0176 24 52 65 49

Thomas Töpfer, Rettet die Elefanten Afrikas e.V.Telefon0178 817 09 68

in München: Birgit Hampl, Rettet die Elefanten Afrikas e.V.Telefon0174 979 5806

Viktor Gebhart, Animals United e.V.Telefon0176 80 65 96 22