Belo Monte: Stausee wird nicht geflutet

Mundurukú demonstrieren gegen den Staudamm am Tapajós Der Kampf gegen Staudämme kann gewonnen werden (© Mayra Galha)

24.09.2015

Erfolg in Brasilien: Das Staudamm-Projekt Belo Monte ist vorerst gestoppt! Die Umweltbehörde verweigert die Genehmigung, den Stausee zu fluten, obwohl der Damm bereits fertig gebaut ist.

Damit können die Einwohner der Stadt Altamira aufatmen, deren Häuser im Stausee verschwinden sollen. Die Umweltbehörde Ibama ist offenbar nicht davon überzeugt, dass die Firma Norte Energia die Menschen wie versprochen entschädigt und Umweltschäden in den Regenwäldern am Xingú in den Griff bekommt. Umweltschützer wie Amazon Watch feiern den Stopp als „Sieg der Justiz“.

Norte Energia spielt das Nein der Ibama herunter und nennt die Kritikpunkte „Details“. Man wolle wie geplant ab März 2016 in Belo Monte, dem drittgrößten Wasserkraftwerk der Welt, Strom produzieren. Dabei haben Indigene und andere Einheimische das Projekt immer wieder aufgehalten. Jetzt dürfte sich das Projekt erneut um mehrere Monate verzögern.

Die Verweigerung der Betriebsgenehmigung sollte für Investoren eine Warnung sein, solche Projekte gar nicht erst zu beginnen. So muss der geplante Bau von mehreren Dämmen am Tapajós verhindert werden, bevor Bäume gefällt und Menschen vertrieben werden.