Kein Freihandel mit Palmöl - Klares Signal an Schweizer Botschaft

Übergabe der Petition mit 153.000 Unterschriften gegen Freihandel der Schweiz mit Palmöl aus Indonesien und Malaysia von Rettet den Regenwald vor Schweizerischer Botschaft in Berlin Mehr als 153.000 Menschen unterschrieben gegen den Freihandel mit Palmöl (© Rettet den Regenwald)

19.05.2016

Ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und Indonesien sowie Malaysia droht den Palmöl-Handel voranzutreiben - und damit die Regenwaldzerstörung in Südostasien. Rettet den Regenwald überreichte die 153.000 Unterschriften-starke Botschaft: "Nein zum Freihandel mit Palmöl!"

Indonesien und Malaysia sind die weltgrößten Palmölproduzenten. Die Monokulturen erstrecken sich bereits über eine Fläche fast fünfmal so groß wie die Schweiz. Weichen muss dafür artenreicher Regenwald. Die lokale Bevölkerung wird häufig in ihren Landrechten verletzt. Das Freihandelsabkommen, das Indonesien und Malaysia nun mit der Schweiz abschließen möchten, würde eine Zollfreiheit für Palmöl beinhalten und somit den schweizerischen Markt mit billigem Palmöl fluten. Neben der drohenden Zunahme an Regenwaldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in Südostasien würde auch der schweizerische Rapsölmarkt leiden.

Mehr als 153.000 Menschen forderten den Schweizer Bundesrat und das Parlament auf, kein Freihandelsabkommen mit Malaysia und Indonesien abzuschließen. Die entsprechende Petition übergab Rettet den Regenwald am 19. Mai 2016 an die erste Botschaftssekretärin Lilach Guitar der Schweizerischen Botschaft in Berlin. Sie zeigte sich sehr interessiert an der Thematik und sagte zu, die Unterschriften weiterzuleiten.

Parallel fand eine Petitionsübergabe in der Schweiz statt: Die Schweizer Entwicklungsorganisation Bruno Manser Fonds überreichte zusammen mit einer malaysischen Delegation dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) 20.000 Unterschriften für den Ausschluss von Palmöl aus dem Freihandelsabkommen mit Malaysia.

Noch ist keine endgültige Entscheidung gefallen. Nun muss der Druck auf die Schweizer Abgeordneten erhöht werden, um die drohende Förderung von weiterer Regenwaldzerstörung zu verhindern. Wir bleiben dran!