Mindestens 1.000 afrikanische Pangoline ermordet

Ein Pangolin Gürteltier streckt die Zunge heraus. Pangolin (© iStock / DarrenBradleyPhotography)

30.06.2016

Grausiger Fund in China: Zollbeamte haben auf einem Frachtschiff vier Tonnen Pangolin-Schuppen entdeckt. Die Schuppen der bedrohten Tiere sind in dem asiatischen Land wegen ihrer angeblichen Heilkräfte begehrt. Rettet den Regenwald ruft die chinesische Regierung in einer Petition auf, Pangolins zu schützen.

Die Pangolinschuppen, die am 23. Juni 2016 auf dem Frachter aus Kamerun gefunden wurden, sind 1,25 Millionen US-Dollar wert. Für das als „Plastikscheiben“ deklarierte Schmugglergut mussten mindestens 1.000 afrikanische Pangoline sterben. „Der aktuelle Fall zeigt, dass sofort strengere Schutzmaßnahmen notwendig sind“, kommentiert der International Fund for Animal Welfare den Fund der Schuppen.

Das Pangolin erreichte als meist geschmuggeltes Säugetier traurige Berühmheit. In China und Vietnam werden den Schuppen aus Keratin medizinische Heilkräfte nachgesagt. Das Fleisch der Tiere gilt als Delikatesse und gehört auf Speisekarten häufig zu den teuersten Gerichten. Das Chinesische und das Sunda-Pangolin sind inzwischen vom Aussterben bedroht. Um die riesige Nachfrage der asiatischen Märkte zu decken, werden immer stärker afrikanische Pangolin-Arten gejagt.

Hoffnung für die Pangoline besteht während der Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) ab September 2016 in Südafrika: Mehrere Länder haben Anträge zum stärkeren Schutz aller acht Pangolin-Arten gestellt. Maßgeblich bei der Entscheidung wird die Position der chinesischen Regierung sein. Daher muss der Druck aufrechtererhalten werden – bitte unterschreiben Sie unsere Petition.