Die Unterweser: Die Natur am Fluss hat wieder eine Chance

Die Unterweser Weser wird nicht ausgebaggert (© CC0 Public Domain)

13.09.2016

Entwarnung für die Natur an der Unterweser: Die Vertiefung des Flusses ist vorerst gestoppt. Das Verwaltungsgericht in Leipzig wertet die eingereichten Pläne als „fehlerhaft“.

Die Behörden hatten nur einen Plan für die Weservertiefung eingereicht, statt für jeden der drei Abschnitte einen gesonderten. Damit wurden die unterschiedlichen ökologischen Auswirkungen nicht berücksichtigt. Dabei verlangt die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, dass der Zustand eines Gewässers durch einen Eingriff nicht verschlechtert werden darf.

Die Weservertiefung soll es ermöglichen, dass noch größere Containerschiffe Bremerhaven ansteuern und Frachter noch mehr Futtermittel in Bake anlanden können. Die Pläne stehen somit in direktem Zusammenhang mit dem ingesamt zunehmenden Welthandel.

Die Abkommen TTIP und CETA sollen diesen Handel mit seinen schädlichen Folgen für die Umwelt steigern. Bitte unterschreiben Sie unsere Petition gegen CETA.

Das Leipziger Urteil könnte ein Signal sein, dass auch die Elbvertiefung verhindert werden kann.