Elefanten in höchster Not – Ausrottung droht

Elefanten an einer Wasserstelle

23.09.2016

Die Zahl der Elefanten bricht rasanter ein als von Wissenschaftlern bisher gedacht: Minus 30 Prozent innerhalb von 7 Jahren. Die Ausrottung droht. Die Hauptschuld tragen Wilderer.

Die Autoren des „Great Elephant Census“ schlagen Alarm: Während der ersten Erhebung, die sich über den ganzen Kontinent erstreckt, konnten sie lediglich 352.271 Tiere in den Savannen Afrikas finden. Bislang gingen Schätzungen von bis zu 650.000 Exemplaren aus.

Zwischen den Jahren 2007 und 2014 ist die Zahl der Elefanten um 30 Prozent eingebrochen, Jahr für Jahr wird die Population um acht Prozent kleiner. Die Zahl der Waldelefanten ist sogar um 65 Prozent abgestürzt.

Elefanten könnten in zehn Jahren ausgestorben sein, wenn die Entwicklung ungebremst weitergeht.

Die Hauptschuld tragen Wilderer. Zwar ist der internationale Handel mit Elfenbein weitgehend verboten, während der Artenschutzkonferenz in Johannesburg wollen jedoch mehrere Länder erreichen, dass das Verbot gelockert wird. Die EU lehnt ein absolutes Handelsverbot ab. Tierschützer fürchten katastrophale Folgen für die Elefanten.

Während des „Great Elephant Census“ haben Forscher zwei Jahren lang von Flugzeugen aus Herden und Skelette von Elefanten gezählt. 18 afrikanische Länder waren beteiligt.

In Deutschland, der Schweiz und weltweit fanden am 24.9. Demos zum Schutz der grauen Riesen statt. Rettet den Regenwald war in Hamburg dabei.

Bitte unterschreiben Sie auch unsere Petition und fordern sie von der EU, ein totales Handelsverbot für Elfenbein zu unterstützen. Die Unterschriften werden auf der CITES-Artenschutz-Konferenz in Südafrika übergeben.