Jetzt dürfen auch kleine Hähne weiterleben

Alnatura Küken Ob Huhn oder Hahn - immer mehr Bio-Betriebe lassen alle geschlüpften Küken leben (© Alnatura + alptraum/iStock - Montage Rettet den Regenwald)

13.10.2016

Der Bio-Supermarkt Alnatura schafft das sogenannte Kükenschreddern ab. Denn ab sofort sollen nur noch Eier von Hennen angeboten werden, deren männliche Geschwister nicht getötet wurden.

Üblicherweise werden männliche Küken in vielen Massentierhaltungsbetrieben nach der Geburt brutal in einen Häcksler geworfen und getötet. Die Tierhalter sparen bares Geld, da Hähne später keine Eier legen und auch nicht so viel Fleisch ansetzen wie Hennen. Diese Massentötung ist in Deutschland seit vielen Jahren erlaubt, obwohl Tierschützer und einige Politiker seit langem dagegen vorgehen. Auf diese Weise sind im vergangenen Jahr schätzungsweise 48 Millionen männliche Küken getötet worden.

Alnatura und auch andere Handelsunternehmen arbeiten nun mit Bio-Bauern zusammen, die bei den Tötungen nicht mitmachen und die männlichen Küken mit aufziehen. Das geht gut bei sogenannten "Zweinutzungsrassen" – also Hühnern, bei denen die Weibchen Eier legen und die Männchen genügend Fleisch ansetzen, um später geschlachtet werden zu können.

Aus wirtschaftlicher Sicht hat auch diese Entscheidung des Herstellers keine wesentlichen Auswirkungen: Die 10er-Packung Eier wird künftig lediglich vier (!) Cent mehr als bisher kosten. Soviel kostet umgerechnet der Platz und das Futter für die männlichen Küken.

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