Ekuri: Wer den Wald rettet, schützt das Klima

Protest der Ekuri schlägt weltweit Wellen Martins Egot dokumentiert die Schneise, die für den Straßenbau angelegt wurde (© Mathias Rittgerott/Rettet den Regenwald)

23.11.2016

Waldschutz ist Klimaschutz – mit dieser Botschaft wirbt der Ekuri Martins Egot für den Erhalt des Regenwaldes am Cross River. Der Nigerianer hat während der UN-Klimakonferenz vor einem Highwayprojekt gewarnt, das den Cross River Nationalpark zerschneiden soll.

Martins Egot schwankt zwischen neuer Hoffnung und Enttäuschung.

Während der UN-Klimakonferenz in Marokko hat er Delegationen aus aller Welt vom verheerenden Highway-Projekt in seiner Heimat berichtet. Seinem Vortrag hörten sogar Minister und hochrangige Regierungsvertreter zu.

„Die Teilnahme hat uns geholfen, unsere Kampagne voranzutreiben. Darüber hinaus haben wir Unterstützung für die Bevölkerung bekommen, deren Lebensbedingungen wir verbessern müssen“, schreibt Martins. Er komme hoch motiviert zurück in seine Heimat. Rettet den Regenwald hatte seine Reise nach Marokko finanziert.

Gleichzeitig akzeptiert Nigerias Umweltministerin Amina J. Mohammed eine haarsträubend fehlerhafte Umweltverträglichkeitsstudie des Projekts. „Die Studie missachten die Grenzen des Nationalparks“, sagt Andrew Dunn von der Wildlife Conservation Society (WCS).

Vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Preuss-Stummelaffe (Procolobus preussi) und das Panzerkrokodil (Mecistops cataphractus) werden in der Studie nicht erwähnt. Stattdessen ist von der Boa Constrictor und dem China-Alligator (Alligator sinensis) die Rede – die es in Afrika nicht gibt.

Bislang hatte die Ministerin das Highwayprojekt abgelehnt und im Frühjahr sogar einen Baustopp verhängt. Eine erste Version der Umweltverträglichkeitsstudie hatte sie im Juni als mangelhaft zurückgewiesen. Die neue Version gleicht der alten jedoch weitgehend.

Martins ist dennoch überzeugt, dass der wachsende internationale Druck das Projekt stoppt.