Protest-Picknick gegen Kaffee-Kapseln

Ein Mann unterschreibt eine Petition. Im Hintergrund Aktivisten mit Banner, Plakaten und Kaffeetassen Nespresso soll aus dem schädlichen Kapselgeschäft aussteigen. Dafür sammeln wir weiter Unterschriften. (© Christine Denck)

05.12.2016

Guter Kaffee braucht keine Kapseln! Das haben rund 20 Regenwaldaktivisten bei einer bunten Protestaktion vor der „Nespresso Boutique“ in Berlin bewiesen.

Frisch gebrühter Kaffee aus der French Press, dampfender Tee aus Thermoskannen und leckere palmölfreie Kekse. Gut versorgt bezogen die Demonstranten am Samstag Stellung vor der "Nespresso Boutique“ in der Friedrichstraße in Berlin. „Nespressos Aluminiumkapseln sind eine Katastrophe für die Umwelt: Für den Abbau des Alu-Ausgangsstoffes Bauxit werden riesige Regenwaldflächen gerodet. Giftiger Rotschlamm verseucht die Flüsse und macht die Menschen krank“, erklärt Lea Horak von Rettet den Regenwald die Hintergründe der Aktion.

Über diese Zusammenhänge wurden auch die „Boutique“-Besucher aufgeklärt, die sich an der fröhlichen Protestmenge vorbeiwagten. Neugierige Passanten wurden aufgerufen, sich einer Petition gegen Kaffee-Kapseln anzuschließen.

Im Anschluss an die Demonstration überreichte Rettet den Regenwald mehr als 110.000 Unterschriften an den Sprecher der Nespresso Filiale. Weitere Übergaben an Nespresso und den Mutterkonzern Nestlé werden folgen. Dafür sammeln wir weiter Unterschriften.