China: Platz für Vögel am Meer!

Zugvogel Red Knot Der Knuttstrandläufer fliegt zum Winterquartier um die halbe Welt - manche vom Osten Russlands bis nach Australien (© frei)

24.01.2018

Chinas Regierung setzt der Zerstörung der Küsten durch künstliche Landgewinnung ein Ende. Damit werden Rastplätze von Millionen Zugvögeln, darunter der bedrohte Knuttstrandläufer, geschützt. Das ist auch gut für Inseln im Pazifik, wo rücksichtslos Sand für Chinas Landgewinnung geraubt wird.

In Peking macht man sich offenbar Sorgen um marine Ökosysteme. Dabei geht es insbesondere um Gebiete, wo Wasservögel auf ihrem Flug zu Winterquartieren in Australien Rast machen. Bei Inspektionen in zwei Provinzen wurden umweltschädliche Tourismusprojekte, Fischzuchtanlagen und Schiffswerften entdeckt, für die Land aufgeschüttet worden war, zum Teil illegal.

Der Ankündigung zufolge werden unbebaute Flächen, die durch Landgewinnung entstanden sind, verstaatlich und noch nicht genehmigte Projekte gestoppt. Auf illegal aufgeschüttetem Land errichtete Gebäude, die Umweltschäden angerichtet haben, werden abgerissen. Neue Genehmigungen sollen nicht mehr erteilt werden. Ausnahmen sind etwa national wichtige Infrastrukturprojekte und Verteidigung. Ein zentrales Element ist, dass den lokalen Behörden die Zuständigkeit entzogen wird.

Der Sandabbau für Landgewinnungsprojekte ist einer der wichtigsten Gründe, warum in Indonesien und Nachbarländern Küsten zerstört werden.

Bitte unterschreiben Sie unsere Petition gegen Sandraub auf Sulawesi.