Esst weniger Fleisch und Käse!

Schweine in einem Stall hinter Gittern Schweine werden oft in engen Ställen gehalten (© Fred Dott)

05.06.2018

Der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte ist der effizienteste Weg, Schaden an der Umwelt zu vermeiden. Ohne Viehwirtschaft wären 75 Prozent weniger Fläche für die Ernährung der Menschheit nötig – und damit mehr Platz für die Natur.

Die Produktion von Fleisch und Milchprodukten beansprucht 83 Prozent des Farmlandes, liefert aber nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent des Proteins. Zu diesem Ergebnis kommt eine großangelegte Studie unter Federführung von Joseph Poore (University of Oxford).

„Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich der beste Weg, seinen Einfluss auf den Planeten Erde zu reduzieren“, sagte Poore der Zeitung The Guardian. Dabei geht es nicht allein um den Ausstoß von Treibhausgasen und Flächenbeanspruchung, sondern um Aspekte wie Wasserverbrauch, Überdüngung und das Artensterben.

Selbst die umweltverträglichste Viehhaltung ist der Studie zufolge schädlicher als jede Art von Gemüse- und Getreideproduktion. Vergleicht man Rindfleisch mit Erbsen, so verbraucht das Fleisch im besten Fall 36 mal mehr Land und emittiert sechs mal mehr Treibhausgase. Besonders schlecht schneidet Fisch aus Süßwasserteichen ab.