Ist der Wald bald weg? Alarmierende Zahlen

Luftbild einer Rodung für Palmöl in Peru Kahlschlag für Palmöl: Landwirtschaft ist eine Hauptursache für Waldvernichtung (© Rettet den Regenwald / Mathias Rittgerott)

28.06.2018

Die Wälder der Erde schwinden so schnell wie selten zuvor. Jede Sekunde geht Wald in der Größe eines Fußballfeldes verloren. Im Jahr entspricht das der Fläche Italiens. Hauptschuld trägt der Mensch.

29,4 Millionen Hektar Wald wurden im Jahr 2017 vernichtet. Das ist der zweithöchste Wert seit 2001. Auf den Tag gerechnet entspricht das der Größe von New York City, innerhalb von 100 Tagen der Fläche Schottlands. Zu diesem Ergebnis kommt die Organisation Global Forest Watch durch die Auswertung von Satellitenbildern.

Die Demokratische Republik Kongo hat demnach innerhalb eines Jahres 1,4 Millionen Hektar Wald verloren, in Indonesien wurden Wälder auf 1,3 Millionen Hektar zerstört. Dort ist das allerdings ein Rückgang der Zerstörung um 60 Prozent nach den besonders verheerenden, von Palmölfirmen gelegten Waldbränden, im Jahr 2015. In Brasilien ist die Waldvernichtung nach einem Rückgang erneut gestiegen, in Kolumbien schoss sie nach dem Friedensschluss mit den FARC-Rebellen um 46 Prozent in die Höhe.

Ursache für die Zerstörung der Wälder sind vor allem Rodungen für die Produktion von Soja, Palmöl, Rindfleisch, Zellstoff und Holz. Vieles davon geschieht illegal. In nördlichen Breiten vor allem Kanadas und Russlands spielen natürliche Waldbrände eine zunehmende Rolle.

Durch die Freisetzung von CO2 und anderer Gase beschleunigt die Vernichtung der Wälder den Klimawandel, gleichzeitig machen höhere Temperaturen den Wäldern zu schaffen und steigern so die Waldbrandgefahr.

Obwohl Wälder eine zentrale Rolle beim Kampf gegen den Klimawandel spielen, wird ihrem Schutz in der Politik zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. So hat die EU das Ziel ausgegeben, die Entwaldung bis 2020 zu stoppen, geschehen ist jedoch viel zu wenig. Unterschreiben Sie daher bitte unsere Petition.