Traurige Wahrheit: acht weitere Vogelarten ausgestorben

Hyazinth-Aaras Hyazinth-Aaras sind gefährdet, die kleineren Spix-Aaras gelten jetzt als ausgestorben (© Angelika Hofer)

07.09.2018

Wissenschaftler haben Belege dafür vorgelegt, dass seit 2008 acht Vogelarten ausgestorben sind, darunter der Spix-Ara. Die Art war durch den Film „Rio“ berühmt geworden.

Den Forschern bereitet große Sorge, dass erstmals mehr Vogelarten auf dem Festland ausgestorben sind als auf Inseln. Über den Kontinente rolle eine „Welle des Aussterben“, so die Experten der Organisation Birdlife International. Hauptursache sei die Zerstörung des Lebensraums der Vögel, Landwirtschaft und Holzeinschlag.

Für die Studie wurden 51 Vogelarten untersucht, die als „critically endangered“ galten. Unter den acht höchstwahrscheinlich ausgestorbenen Arten sind zwei Aaras. Ein Schwerpunkt der verheerenden Entwicklung liegt in Brasilien, wo vier der Arten lebten.

Doch Vögeln geht es weltweit schlecht, manchmal spielt auch Wilderei eine zentrale Rolle. Bespielsweise beim Schildschnabel (Rhinoplax Vigil). Bitte helfen Sie, die Spezies zu retten.

Als definitiv in der Natur ausgestorben gelten Dunkelkopf-Blattspäher (Cichlocolaptes mazarbarnetti), Alagoas-Blattspäher (Philydor novaesi) und Weißwangen-Kleidervogel (Melamprosops phaeosoma). Höchstwahrscheinlich ausgestorben sind Neukaledonien-Lori (Charmosyna diadema, zuletzt 1987 gesichtet), Java-Kiebitz (Vanellus macropterus, 1994), Pernambuco-Zwergkauz (Glaucidium mooreorum, 2001) und Türkisara (Anodorhynchus glaucus, 1998).

Für Spix-Aaras (Cyanopsitta spixii) gibt es ein Fünkchen Hoffnung: Es leben noch 60 bis 80 Tiere in Gefangenschaft.