Ist der tausendfache Salamander-Tod zu verhindern?

Feuersalamander Feuersalamander sind besonders anfällig für den Erreger Batrachochytrium salamandrivorans (© CC BY-SA 3.0)

21.09.2018

Die USA bereiten sich auf eine tödliche Epidemie vor, die die Hälfte aller Salamander-Arten gefährdet. In den Niederlanden hat die Pilzerkrankung bereits 96 Prozent der Salamander das Leben gekostet.

Biologen sind deshalb besonders besorgt, weil die USA mehr Salamander beherbergt als die meisten anderen Regionen der Welt. Die Hälfte davon sind anfällig für eine Infektion mit Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal).

Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Erreger von Europa oder Asien kommend Nordamerika erreicht, sagt der Forscher Matt Gray von der University of Tennessee. Er hat eine bisher unveröffentlichte Studie erarbeitet, über die das Onlinemagazin Mongabay berichtet.

Bisher wurde der Erreger in den USA weder in Terrarien-Tieren noch in der Natur nachgewiesen. Der Pilz ist mit Batrachochytrium dendrobatidis (Bd) verwandt, der weltweit bereits mehr als 200 Froscharten ausgerottet oder erheblich dezimiert hat.

Die Ursache für die Ausbreitung beider Erreger sehen Wissenschaftler im Handel mit Amphibien. Deshalb dürften Küstenabschnitte im Süden Kaliforniens, Florida und New York das Einfallstor in die USA sein. Viele Forscher fordern ein Ende des Handels mit Amphibien. Bitte unterzeichnen Sie hierzu unsere Petition.

Fraglich ist, ob etwas gegen die Epidemie getan werden kann, selbst wenn die Ankunft des Erregers frühzeitig entdeckt wird. Dabei ist von Vorteil, dass Forscher Batrachochytrium dendrobatidis (Bd) schon lange beobachten und dessen Ausbreitungswege nachvollziehen können.